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Konflikt mit dem Iran - "Jede Eskalation vermeiden"

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Die Iran-Krise ist die "erste bedrohliche Weltkrise" der Ära Trump - und zeige seine "Zerrissenheit", so Experte Techau im ZDF. Die USA wollen die Lage im UN-Sicherheitsrat klären.

Einerseits, so Jan Techau vom German Marshall Fund in Berlin, wollte "Trump Stärke beweisen und stieg aus dem Atomdeal mit Teheran aus". Andererseits war er aber gewählt worden, "um die USA aus den weltweiten militärischen Engagements rauszuholen". Dieses doppelte Spiel sehe man ihm nun an. Der US-Präsident, so Techau, "hat die langfristige Strategie, Iran so unter Druck zu setzen, so dass das Land seine Einmischung in der ganzen Region einstellt und zurückfährt".

Die Frage sei aber, wozu ist so ein Militär-Schlag, wie er jetzt fast zustande gekommen wäre, überhaupt gut? Durch das Zurückweichen in letzter Minute versuche Trump, sich als "besonnener" Staatenlenker zu inszenieren. Das allerdings machten ihm Kritiker nun als "Schwäche" zum Vorwurf. Letztendlich müsse sich die ganze Politik nun darum drehen, "dass es keine Eskalation gibt".

Unterdessen haben die Vereinigten Staaten nach ihrem gestoppten Angriff auf den Iran eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates beantragt. Die Beratungen zu den "letzten Entwicklungen in Bezug auf den Iran" sollen am Montag hinter verschlossenen Türen stattfinden, verlautete aus Diplomatenkreisen.

Nach steigenden Spannungen wegen einer durch Teheran abgeschossenen US-Drohne hatte Präsident Donald Trump einen Militärschlag gegen den Iran am Donnerstagabend eigenen Angaben zufolge abgeblasen. Die vom US-Militär erwarteten 150 Toten wären im Vergleich zum Abschuss einer US-Drohne durch den Iran "unverhältnismäßig" gewesen. Ein UN-Sprecher bestätigte außerdem, dass Generalsekretär Antonio Guterres einen Brief des Irans erhalten und an die Mitglieder des Sicherheitsrates weitergeleitet habe.

"Eindeutige Spionageoperation"

In dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, beschreibt der iranische UN-Botschafter Majid Takht Ravanchi, dass die von Teheran abgeschossene US-Drohne in einer "eindeutigen Spionageoperation" unterwegs gewesen sei. 

Unter anderem waren demnach technische Vorrichtungen ausgeschaltet, um nicht identifizierbar zu sein. Die iranische Seite habe mehrere Warnungen per Funk ausgesprochen, doch das unbemannte Flugzeug sei trotzdem in den Luftraum des Landes eingedrungen. Dies sei ein eklatanter Bruch internationalen Rechts und der Charta der Vereinten Nationen gewesen. Die USA dagegen besteht darauf, dass die Drohne über internationalem Gewässer geflogen sei, als sie abgeschossen wurde.

Donald Trump am 20.06.2019 in Washington

Reaktion auf Drohnen-Abschuss - Trump: US-Militär war bereit, gegen den Iran zuzuschlagen 

Den Abschuss einer US-Drohne wollten die USA mit einem Militärschlag gegen den Iran beantworten. Präsident Trump brach die Aktion wegen der befürchteten Todesopfer kurz vorher ab.

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