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Trumps neue Raketenabwehr - Mit Weltraumdrohne und Laser

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Die USA wollen ihre Raketenabwehr kräftig modernisieren und fassen dabei den Weltraum ins Auge. Präsident Trump stellt heute die Pläne vor - und riskiert Ärger mit Russland.

Archiv: Donald Trump, aufgenommen am 26.12.2018
Donald Trump
Quelle: Reuters

Im Rahmen der neuen Strategie, die US-Präsident Donald Trump heute im Pentagon präsentieren will, soll auch ein Frühwarnsystem mit einem möglichen Einsatz weltraumgestützter Sensoren zur Ortung und Verfolgung feindlicher Raketen geprüft werden, sagte ein Regierungsvertreter in Washington. Auch Möglichkeiten neuer Technologien wie weltraumgestützte Waffen zum Abschuss feindlicher Raketen sollten ausgelotet werden.

Die Raketenabwehr sei defensiv ausgerichtet, um die Sicherheit der USA zu verstärken. Allerdings hat Russland US-Pläne für einen Ausbau der Raketenabwehr wiederholt als Bedrohung bezeichnet. Die neue US-Strategie könnte daher auch zu neuen Spannungen zwischen beiden Seiten führen.

Bedrohung auch aus China

Auszüge aus dem mehr als 80-seitigen Dokument der US-Raketenabwehr-Agentur MDA waren bereits im Voraus bekannt geworden. Demnach sehen die USA unter anderem die Bestrebungen Russlands und Chinas, Überschallraketen zu entwickeln, als Bedrohung an. Solche Raketen sind mit mehrfacher Schallgeschwindigkeit unterwegs und können während ihres Flugs ihre Richtung ändern. Sie sind deswegen nur sehr schwer abzufangen.

Die USA setzten unter anderem auf weltraumbasierte Abwehrsysteme. So könnte eine Art Drohne mit Raketen ausgestattet und auf eine Erdumlaufbahn gebracht werden, um von dort aus mögliche Überschallraketen abzuschießen.

Zerstörung schon beim Abschuss?

Angesichts der Gefahr ballistischer Raketen aus dem Iran und Nordkorea prüfen die USA, wie solche Flugkörper schon kurz nach dem Start zerstört werden könnten. Dazu sollen unter anderem Lasergeräte entwickelt werden. Außerdem könnte der US-Tarnkappenjäger F-35 mit neuartigen Raketen ausgestattet werden und im Krisenfall in der Nähe mutmaßlicher gegnerischer Abschussrampen patrouillieren.

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