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USA prüfen Bericht - Kims Gesandter nach Trump-Gipfel hingerichtet?

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Die USA gehen einem Zeitungsbericht nach, wonach Nordkorea seinen Sondergesandten hingerichtet haben soll. Grund wäre der gescheiterte Gipfel zwischen Trump und Kim Jong Un.

Kim Hyok Chol bei dem Gipfel im Februar in Hanoi, den er mit vorbereitet hatte.
Kim Hyok Chol bei dem Gipfel im Februar in Hanoi, den er mit vorbereitet hatte. Dass der Gipfel mit Trump scheiterte, soll der Nordkoreaner mit seinem Leben bezahlt haben.
Quelle: AP

Der Bericht der südkoreanischen Zeitung "Chosun Ilbo" liege vor und werde geprüft, sagte Außenminister Mike Pompeo am Rande seines Besuchs in Berlin. Die Zeitung hatte unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen berichtet, Nordkorea hätte Kim Jong Uns Sondergesandten für die USA und vier weitere Funktionäre nach dem gescheiterten Gipfeltreffen von Hanoi hingerichtet. Andere hochrangige Mandatsträger seien mit Arbeits- oder Gefangenenlager bestraft worden.

Kim Hyok Chol hatte zusammen mit dem US-Gesandten Stephen Biegun das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un vorbereitet, der vorzeitig und ergebnislos beendet wurde. Aus Diplomatenkreisen verlautet, dass Kim Hyok Chol für das Scheitern verantwortlich gemacht wurde. Er sei direkt nach der Rückkehr aus Vietnam im März noch am Mirim-Flughafen bei Pjöngjang erschossen worden, berichtete die Zeitung "Chosun Ilbo".

Weitere Hinrichtungen und Gefängnisstrafen

Archiv: Kim Jong Un (l) und Kim Yong Chol, aufgenommen am 28.02.2019 in Hanoi, Vietnam
Kim Jong Un mit seinem ehemaligen Vertrauten Kim Yong Chol im Februar 2019 in Hanoi, der inzwischen in einem Arbeitslager eingesperrt sein soll.
Quelle: Reuters

Neben Kim Hyok Chol seien vier weitere hochrangige Mitarbeiter des nordkoreanischen Außenministeriums nach einer "Untersuchung" hingerichtet worden. Nach Angaben der Zeitung sei zudem Übersetzerin Shin Hye Yong nach dem Gipfel in ein Gefangenenlager gesperrt worden; sie habe ein neues Angebot Kim Jong Uns kurz vor dem Abbruch der Gespräche mit Trump nicht übersetzt.

Zudem soll laut Zeitung der hochrangige Vertreter der kommunistischen Partei Nordkoreas, Kim Yong Chol, in ein Arbeitslager eingesperrt worden sein. Er hatte als Gesandter in den Atomgesprächen mit US-Außenminister Mike Pompeo verhandelt. Kim Yong Chol galt als enger Vertrauter des nordkoreanischen Machthabers. Er reiste mit ihm im gepanzerten Zug zu dem Gipfel in Vietnam.

Zeitung lag schon mal daneben

Ende Februar war der Gipfel in Vietnam ergebnislos abgebrochen worden. Trump begründete dies mit unzureichenden Zugeständnissen Kims bei der atomaren Abrüstung. Von offizieller Seite in Nordkorea lag zunächst keine Stellungnahme zu dem Zeitungsbericht über die Hinrichtungen vor. Das südkoreanische Ministerium für Wiedervereinigung wollte sich nicht dazu äußern.

Es wäre nicht das erste Mal, dass Kim Jong Un hochrangige Funktionäre beseitigen ließ. Allerdings hatten sich in der Vergangenheit südkoreanische Berichte über Hinrichtungen in Nordkorea mitunter auch als falsch erwiesen. So hatte die "Chosun Ilbo" im Jahr 2013 berichtet, der Leiter des nordkoreanischen Symphonieorchesters sei wegen der Verbreitung von Pornographie erschossen worden. Dieser Bericht stellte sich jedoch als falsch heraus.

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