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USA prüfen Hinweise - Wieder Einsatz von Chemiewaffen in Syrien?

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Hat die Assad-Regierung wieder Chemiewaffen eingesetzt? Das US-Außenministerium prüft nach eigenen Angaben Hinweise darauf. Russland warnt dagegen vor gezielten Fehlinformationen.

UN-Chemiewaffen-Inspektoren bei der Arbeit in Syrien - Archivbild 2013
UN-Chemiewaffen-Inspektoren in Syrien.
Quelle: ap

"Wir sammeln noch Informationen zu diesem Vorfall, aber wir wiederholen unsere Warnung, dass die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten schnell und in angemessener Weise reagieren werden, falls das Assad-Regime Chemiewaffen benutzt", erklärte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Morgan Ortagus.

Moskau gibt Milizen die Schuld

Das russische Militär beschuldigte unterdessen Milizen in Nordwestsyrien eines Angriff auf die syrische Regierung. Gefangene Milizionäre, die mit der Terrormiliz Al-Kaida verbunden seien, hätten von dem Plan berichtet, Chemiewaffenangriffe zu fingieren und die syrische Regierung dafür verantwortlich zu machen, wie der russische Generalmajor Viktor Kuptschischin sagte.

Die USA dagegen sprechen von einer gezielten Desinformationskampagne Russlands und Syriens und dem Versuch, einen möglichen Giftgasangriff der syrischen Regierung zu verschleiern. Die Milizen in der Provinz Idlib haben nach Aussage Kuptschischins eine Art Abteilung gegründet, die Giftstoffe produziere und lagere. Angriffe auf die Städte Sarakib und Dschardschanas sollten demnach fingiert werden.

USA drohen mit Konsequenzen

US-Präsident Donald Trump und seine Regierung hatten Assad in der Vergangenheit bereits mehrfach für den Fall eines Einsatzes von Chemiewaffen mit schwerwiegenden Konsequenzen gedroht.

In Syrien gibt es immer wieder Berichte über mutmaßliche Giftgasangriffe, bei denen häufig auch Zivilisten sterben. Anfang vergangenen Jahres hatte ein Bericht des UN-Hochkommissars für Menschenrechte 34 solcher Angriffe im Syrien-Krieg aufgelistet, die eindeutig nachweisbar seien. Auch die UN-Institution machte die Assad-Regierung für den Großteil der Angriffe verantwortlich. Assads Führung weist solche Vorwürfe regelmäßig zurück.

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