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Atom-Konflikt - US-Bomber überfliegen Meer östlich von Nordkorea

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Auf die Pingpong-Rhetorik aus Washington und Pjöngjang folgen inzwischen konkrete militärische Schritte. Während die USA Bomber aufsteigen lassen, erklärt Nordkorea, an einem Raketenangriff auf die Vereinigten Staaten führe jetzt kein Weg mehr vorbei.

Der nordkoreanische Außenminister konterte in seiner Rede bei der UN-Generaldebatte die harte Rhetorik von US-Präsident Trump mit ähnlich scharfen Tönen: Ein Raketenangriff Nordkoreas auf die USA sei unausweichlich geworden.

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Im Konflikt um das nordkoreanische Atomwaffen-Programm haben die USA am Samstag mehrere B-1B-Bomber aus Guam und Kampfjets in den internationalen Luftraum östlich von Nordkorea geschickt. Es sei das erste Mal in diesem Jahrhundert, dass amerikanische Kampfflugzeuge oder Bomber so weit nördlich der entmilitarisierten Zone vor der nordkoreanischen Küste geflogen seien, teilte das Pentagon mit. Das unterstreiche, wie ernst die USA das "verwegene Verhalten" Pjöngjangs nähmen.

Demonstration der Stärke

"Die Mission ist eine Demonstration amerikanischer Entschlossenheit und eine klare Botschaft, dass der Präsident (Donald Trump) viele militärische Optionen hat, jeder Bedrohung zu begegnen", hieß es weiter. "Wir sind bereit, die volle Bandbreite militärischer Fähigkeiten zu benutzen, um unser Heimatland und unsere Verbündeten zu schützen."

Nordkoreas Außenminister Ri Yong Ho erklärte in New York unterdessen, die USA sollten "lieber zweimal nachdenken", bevor sie Pjöngjang mit militärischen Mitteln provozierten.
Einen Raketenangriff seines Landes auf die USA bezeichnete Ri nach Trumps Rede bei den Vereinten Nationen als unausweichlich. Trump habe mit seiner Ansprache einen "unumkehrbaren Fehler" gemacht, sagte Ri bei der UN-Generaldebatte am Samstag in New York. Der "Besuch unserer Raketen im gesamten US-Festland ist unvermeidlich geworden." Nordkorea werde "erbarmungslose, präventive Schritte" ergreifen, wenn die USA versuchten, das Hauptquartier in Pjöngjang oder das Militär Nordkoreas zu "köpfen".

Scharfe Töne Richtung US-Präsident Trump

In seiner Ansprache konterte Ri die harte Rhetorik Trumps mit ähnlich scharfen Tönen. Trump sei ein "Geisteskranker voller Größenwahn und Selbstgefälligkeit", sagte Ri. "Niemand außer Trump selbst ist auf einer selbstmörderischen Mission", sagte Ri, der damit Trumps Angriff auf Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un zitierte. Trump mangele es an "grundlegendem Allgemeinwissen", dem die Konsequenzen seiner Worte möglicherweise nicht bewusst seien. Falls unschuldige Amerikaner im Konflikt der beiden Länder verletzt werden sollten, sei Trump dafür "total verantwortlich", sagte Ri.

Nordkorea befinde sich auf dem Weg zu einer Nuklearmacht und handle dabei auch "verantwortlich", sagte Ri. Diesen Status sowie die Fähigkeit eines atomaren Angriffs müsse sich das kommunistisch regierte Land von keinem anderen Staat bescheinigen lassen. "Unser letztes Ziel ist, mit den USA eine Machtbalance herzustellen", sagte Ri, der die jüngsten Resolutionen des UN-Sicherheitsrats mit verschärften Sanktionen gegen Nordkorea als "ungerecht" kritisierte.

Erdbeben offenbar kein Bombentest

Am Samstag hatten Berichte über ein Erdbeben in Nordkorea für Aufsehen gesorgt, da zunächst ein möglicher neuer Atomwaffen-Test befürchtet wurde. Südkoreanische Experten erklärten jedoch, es habe sich wohl um ein "natürliches Beben" in der Nähe des Testgeländes und keinen Atomtest gehandelt. Die norwegische Erdbebenwarte Norsar sagte ebenfalls, die bisher ausgewerteten seismischen Signale sprächen eher für ein Nachbeben oder Felseinsturz als Folge des jüngsten Tests vom 3. September.

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