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USA und Deutschland - Deutsche sehen Verhältnis negativ

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Wie steht es um das Verhältnis zwischen den USA und Deutschland im dritten Jahr von Donald Trumps Präsidentschaft? Amerikaner und Deutsche haben sehr unterschiedliche Ansichten.

Wie bewerten Deutsche und Amerikaner ihre Beziehungen? Archivbild
Wie bewerten Deutsche und Amerikaner ihre Beziehungen? Archivbild
Quelle: Kay Nietfeld/dpa

Deutsche sehen die Beziehungen zu den USA weitaus kritischer als US-Bürger die Beziehungen zu Deutschland. Das geht aus einer Umfrage der Körber-Stiftung hervor. Demnach bezeichnen drei Viertel der Amerikaner das Verhältnis als gut oder sehr gut. Diese Meinung vertreten hingegen nur 34 Prozent der befragten Deutschen. Als schlecht oder sehr schlecht bezeichnen die Beziehungen beider Ländern nur 17 Prozent der Amerikaner - aber 64 Prozent der Deutschen.

Allerdings: Amerikaner bewerten das Verhältnis zwar besser, dafür schätzen die Deutschen die Wichtigkeit der Partnerschaft zu den USA um einiges höher ein. In der Umfrage sagten 42 Prozent der Deutschen, die USA seien der wichtigste oder zweitwichtigste außenpolitische Partner
der Bundesrepublik. Auf einen höheren Wert (60 Prozent) kam nur Frankreich. Lediglich 13 Prozent der Amerikaner halten dagegen Deutschland für den wichtigsten oder zweitwichtigsten Partner. Die Bundesrepublik liegt dort nach Großbritannien (36 Prozent), China (23 Prozent), Kanada (20 Prozent) und Israel (15 Prozent) erst auf dem fünften Platz.

69 Prozent der Amerikaner wünschten sich in der Umfrage mehr Zusammenarbeit mit Deutschland. Umgekehrt liegt der Wert nur bei 50 Prozent. Mehr Deutsche sprachen sich für einen Ausbau der Kooperation mit Frankreich (77 Prozent), Japan (69 Prozent), Russland (66 Prozent), China (60 Prozent) oder Großbritannien (51 Prozent) aus.

Streitpunkt Militär

Große Differenzen gibt es bei der Einschätzung der Bedeutung von US-Militärbasen in Deutschland. 85 Prozent der befragten Amerikaner halten diese Stützpunkte für wichtig oder sehr wichtig für die nationale Sicherheit der USA. Nur 52 Prozent der Deutschen denken, diese Basen seien wichtig oder sehr wichtig für die nationale Sicherheit der Bundesrepublik.

Trump hat ins Spiel gebracht, Soldaten aus Deutschland abzuziehen, um US-Truppen in Polen zu verstärken. Trump kritisiert regelmäßig die aus seiner Sicht zu geringen Verteidigungsausgaben Deutschlands und wirft Berlin vor, hinter den selbstgesteckten Nato-Zielen zurückzubleiben. Allerdings teilten nur 35 Prozent der nun befragten Amerikaner die Meinung, die europäischen Verbündeten sollten ihre Verteidigungsausgaben erhöhen. 40 Prozent der Deutschen sagen, die Bundesrepublik sollte mehr in Verteidigung investieren. Insgesamt sind 35.000 US-Soldaten in Deutschland stationiert. Hinzu kommen 17.000 amerikanische und 12.000 deutsche Zivilisten, die von den US-Truppen beschäftigt werden.

Für die Umfrage wurden zwischen dem 17. und dem 22. September mehr als 1.000 Menschen in den USA telefonisch befragt. In Deutschland lief die Befragung vom 9. bis 28. September unter 1.000 Teilnehmern.

Mehr zum deutsch-amerikanischen Verhältnis erfahren Sie
hier.

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