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Fünf Kirchen in drei Tagen - Der Kirchen-Vandale von Bamberg

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In Bamberg hat ein Unbekannter in fünf Kirchen randaliert. In drei Tagen gab es sieben Fälle von Vandalismus. Dabei entstand laut Polizei ein Schaden von wenigstens 20.000 Euro.

Pfarrkirche St. Martin in Bamberg
Auch in der Pfarrkirche Sankt Martin in Bamberg wurde randaliert.
Quelle: imago

Betroffen sind demnach die katholischen Kirchen im Kloster Heiliggrab, Sankt Otto, Sankt Martin und Sankt Kunigund sowie die evangelische Erlöserkirche. Alles Vorzeigebauwerke in der oberfränkischen Stadt, die außerdem für ihre pitoreske Altstadt und ihre Bier beliebt ist. In den Gotteshäusern wurden unter anderem Heiligenfiguren umgestoßen sowie Kreuze und Bilder von den Wänden gerissen.

Heiligenfiguren umgeworfen und Bilder beschädigt

Die Serie hatte am vergangenen Mittwoch in dem 76.000-Einwohner-Städtchen damit begonnen, dass ein Unbekannter im Kloster Heiliggrab eine Holzfigur des heiligen Josef vom Sockel warf. Am Donnerstag wurde dann am selben Ort ein großes Kreuz von der Wand gerissen, das dadurch zerbrach. Zudem wurden in Sankt Otto zwei Heiligenfiguren umgestoßen und in der evangelischen Erlöserkirche ein Bild von der Mauer gezerrt und so dessen Schutzglas zerstört.

Ferner wütete der Täter in der Martinskirche: Am Donnerstagnachmittag beschädigte er dort eine vergoldete Holzfigur, am Freitagmorgen beschmierte er diverse Broschüren. In der Nacht auf Freitag wurde zudem ein Fenster von Sankt Kunigund eingeworfen. Bei den Attacken im Kloster Heiliggrab entstand laut Polizei ein Schaden von etwa 13.000 Euro, in Sankt Otto von 3.000 Euro, in der Erlöserkirche von 150 Euro und in Sankt Kunigund von 1.500 Euro.

Gemeinden rufen zu Wachsamkeit auf

Die Zerstörungen in der Martinskirche ließen sich bislang noch nicht genau finanziell beziffern, dürften aber wohl mehr als 2.000 Euro betragen. Laut Harry Luck, Sprecher des Erzbistums Bamberg, wurde in die betroffenen Kirchen nicht eingebrochen, die Gotteshäuser waren vielmehr geöffnet. Dies werde auch so bleiben, sagte Luck. Man habe die Gemeinden indes auf Anraten der Polizei dazu aufgerufen, besonders wachsam zu sein.

Die Polizei-Inspektion Bamberg-Stadt kündigte ein "erhöhtes Augenmerk auf kirchliche Einrichtungen" in Bamberg an. Hinweise auf den oder die Täter hat die Polizei nach eigenen Angaben noch nicht, hofft aber auf Zeugen.

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