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"Vater der Leipziger Schule" - Kunstwelt trauert um Maler Arno Rink

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Er gilt als einer der Wegbereiter der Neuen Leipziger Schule und bildete auch Neo Rauch aus, einen der wichtigsten deutschen Maler der Gegenwart: Nun ist der Maler und Zeichner Arno Rink wenige Wochen vor seinem 77. Geburtstag gestorben.

Arno Rink starb am Dienstag in Leipzig, teilte das Museum der Bildenden Künste in Leipzig mit. Der Maler sei krank gewesen.  "Wir bedauern sehr, dass Arno Rink verstorben ist. Leipzig verliert damit einen der bedeutendsten Maler und Zeichner" schrieb das Museum auf Twitter. Rink lebte und arbeitete seit Anfang der 1960er Jahre in der sächsischen Messestadt.

Ruf als "Malermacher"

Geboren und aufgewachsen im thüringischen Schlotheim, hat Arno Rink fast ein halbes Jahrhundert an der renommierten Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig verbracht - erst als Student, dann als Lehrer, von 1987 bis 1994 war er Rektor der Kunsthochschule, er leitete 27 Jahre lang die Fachklasse für Malerei und Grafik.

Dabei erwarb er sich den Ruf als "Malermacher" und "Vater der Leipziger Schule". Erfolgreiche "Lehrlinge" waren neben Neo Rauch auch Michael Triegel, Tim Eitel, David Schnell und Christoph Ruckhäberle.

"Harter Kern der gegenständlichen Malerei"

Schon für sein Diplomwerk "Oktober I" hatte Rink mit der damals in der DDR vorherrschenden Meinung von der Einheit zwischen Zeit und Raum gebrochen. "Ich habe einfach kleinere Figuren vor größere gemalt", erzählt er in einem Interview vor zwei Jahren. "Man musste relativ schnell selbstständig werden und seinen eigenen Stil entwickeln."

Seinem Stil blieb der Künstler immer treu. Er verstand sich als "harter Kern der gegenständlichen Malerei", wie er selbst sagte. Dass diese heute kaum noch gelehrt wird, machte ihm keine Angst.

Er träume davon, mit seinen Werken auch nach seinem Tod Teil des Bewusstseins der Menschen zu sein, äußerte er einmal anlässlich seines 75. Geburtstags. "So wie die Mona Lisa, die kennt ja auch jeder, ohne sie gesehen zu haben." Größenwahnsinnig solle das aber nicht klingen, betonte er damals ausdrücklich.

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