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Verantwortung im Dieselskandal - Pronold appelliert an Autobauer

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Die Autobauer halten nichts von einer Nachrüstung alter Dieselfahrzeuge. Doch die SPD drängt weiter.

Florian Pronold bei "maybrit illner"

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Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Florian Pronold (SPD), hat die Autoindustrie aufgefordert, Verantwortung für den Dieselskandal zu übernehmen. "Ich verstehe nicht, warum sie nicht Verantwortung übernehmen für den Mist, den sie angerichtet haben", sagte er in der ZDF-Sendung "maybrit illner".

Wenn die Automobilindustrie nicht bereit sei, auch an Menschen mit kleinem Geldbeutel zu denken "und diese Nachrüstung zu machen", schneide sie sich ins eigene Fleisch.

"Ich verstehe nicht, warum sie nicht Verantwortung übernehmen für den Mist, den sie angerichtet haben", sagte Pronold. Zufrieden zeigte sich der SPD-Politiker, dass jetzt Bewegung in das Thema gekommen sei. Dies sei möglicherweise auch den bevorstehenden Landtagswahlen in Bayern und Hessen geschuldet.

Dudenhöffer kritisiert Konzept der Regierung als "halbgar"

"Nach drei Jahren traut man sich mit so einem halbgaren Konzept an die Öffentlichkeit (...), man hätte ein Gesamtkonzept vorstellen können, wenn man die Autobauer vorher damit einbezogen hätte", sagte der Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer in der ZDF-Sendung. Wenn man von vornherein überlegt hätte, "wie man Hardware-Nachrüstungen umsetzen kann, (...) dann wären wir heute wesentlich weiter." Die Verbraucher schauten nun in die Röhre, weil die Regeln schlecht seien.

Der Grünen-Vorsitzenden Annalena Baerbock warf Dudenhöffer Wahlkampf vor. Diese hatte die Bundesregierung dazu aufgefordert, gesetzliche Regeln für eine Hardware-Nachrüstung aufzustellen. Es müssten "politische Leitplanken" gesetzt werden, forderte Sie in der Diskussion bei "maybrit illner". "Seit drei Jahren wissen wir, dass ein Betrugsfall vorliegt. Und jetzt so zu tun und zu sagen: 'Ach nee, eigentlich, so richtig betrogen haben wir nicht', geht vollkommen an der Realität vorbei", sagte sie. Dudenhöffer verwies jedoch darauf, dass es keine gesetzliche Handhabe gegen die Autobauer gebe, um sie zu Nachrüstungen zu zwingen.

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