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Mutmaßlicher Millionenbetrug - Razzia bei Ärzten und Apothekern

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Hamburger Ermittler gehen mit einer Großrazzia dem Verdacht eines Millionenbetrugs mit Krebsmedikamenten nach. Durchsucht wurden Räume von Ärzten, Apotheken und Pharmaunternehmen.

Ein Arzt trägt ein Stethoskop um den Hals. Symbolbild
Die Vorwürfe des Abrechnungsbetrugs richten sich in Hamburg auch gegen neun Ärzte. Symbolbild
Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa

Wegen des Verdachts des Abrechnungsbetrugs mit Krebsmedikamenten haben hunderte Polizisten 47 Objekte in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen durchsucht. Die Ermittlungen richteten sich gegen 14 Beschuldigte, darunter neun Ärzte, drei Apotheker und zwei Geschäftsführer von Pharmafirmen, hieß es von der Staatsanwaltschaft Hamburg.

An dem Einsatz seien 420 Polizisten und sechs Staatsanwälte beteiligt. "Es geht um Bestechung und Bestechlichkeit im Gesundheitswesen und Abrechnungsbetrug, beides im Zusammenhang mit der Verordnung und Abrechnung von Zytostatika", sagte sie. Zytostatika werden bei der Chemotherapie gegen Krebs eingesetzt. Der potenzielle Schaden liege "deutlich in Millionenhöhe".

Gesponsorte Praxiseinrichtung

Die Apotheker sollen demnach die Ärzte etwa durch das Sponsoring von Praxiseinrichtungen beeinflusst haben. Die Ärzte sollten so veranlasst werden, Rezepte über diese Apotheken abzuwickeln.

Zunächst sollten mögliche Beweise sichergestellt werden. Betroffen war auch eine Apotheke in der Hamburger Innenstadt. Polizisten trugen dort am Morgen Umzugskartons zum Abtransport der Beweismittel in die Geschäftsräume. Haftbefehle gegen die Beschuldigten lägen jedoch nicht vor, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

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