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Verfassungsschutz warnt Unternehmen vor "Winnti"

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Cyberkriminalität - Verfassungsschutz warnt Unternehmen vor "Winnti"

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Unternehmen sollen sich verstärkt um die Abwehr von "Winnti" kümmern. Der Verfassungsschutz fürchtet eine "anhaltende Angriffswelle" der Schadstoffsoftware.

Der Verfassungsschutz warnt deutsche Unternehmen vor Cyberangriffen der Hackergruppe "Winnti". Frank Bethmann, an der Börse in Frankfurt, mit Informationen über die Täter.

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Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hat die deutsche Wirtschaft vor Cyberangriffen der Hackergruppe "Winnti" gewarnt. Nach Erkenntnissen der Cyberabwehr der Behörde starteten die Angriffe auf deutsche Unternehmen vermutlich bereits im Jahr 2016, wie das Bundesamt an diesem Freitag in Köln mitteilte. Die Sicherheitsexperten gehen "von einer anhaltenden Angriffswelle durch den Akteur auf die deutsche Wirtschaft aus".

Chinesische Hacker vermutet

Die Spuren der Hackergruppe sollen nach China führen. Hinter den Angriffen soll eine hochprofessionelle Hackergruppe stecken, sagt ZDF-Börsenexperte Frank Bethman. Es gehe ihr um wertvolle Informationen - "Industriespionage also", sagt Bethmann. Offenbar wurden bislang nicht nur aber auch zahlreiche deutsche Dax-Unternehmen angegriffen. Genannt wurden unter anderem Firmen wie Bayer und Thyssenkrupp.

Dem Bundesamt für Verfassungsschutz zufolge wurden die Angriffe mit verschiedenen Varianten der gleichnamigen Malware Winnti in der Version drei vorgenommen, die es bereits seit 2013 gebe. Die neuesten Varianten der Schadsoftware seien 2017 entwickelt worden. Angesichts der anhaltenden Angriffe der Hackergruppe stellt die Behörde potenziell Betroffenen die wesentlichen Analyseergebnisse zur Verfügung, darunter Detektionsregeln und technische Indikatoren, um eine mögliche Infektion feststellen zu können.

Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums kündigte Pläne an, eine Transferstelle IT-Sicherheit in der Wirtschaft einzurichten. Diese solle "Unterstützungsangebote und Informationen" sowie Handlungsempfehlungen bündeln und aufbereiten. Dabei gehe es vor allem auch um die Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen.

Cyberkriminalität steigt

Laut Bundeskriminalamt stieg die Zahl der Straftaten durch Cyberkriminalität im vergangenen Jahr auf rund 350.000 Fälle. Davon entfallen rund 87.100 Straftaten auf Cyberkriminalität im engeren Sinne, wie Datenausspähung und Computersabotage. Schätzungen zufolge dürfte sich der Schaden allein für Unternehmen auf mehr als hundert Milliarden Euro belaufen.

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