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Air-Canada-Maschine - Verletzte bei Turbulenzen über dem Pazifik

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Über dem Pazifik sackt das Air-Canada-Flugzeug plötzlich ab. Viele Passagiere sind nicht angeschnallt und krachen an die Decke. Mehr als 30 Menschen werden verletzt.

Helfer betreuen Flugpassagiere einer Air-Canada-Maschine, die nach Turbulenzen in Honolulu notgelandet ist.
Helfer betreuen Flugpassagiere einer Air-Canada-Maschine, die nach Turbulenzen in Honolulu notgelandet ist.
Quelle: reuters

Bei starken Turbulenzen während eines Flugs von Kanada nach Australien sind 37 Menschen verletzt worden, wie die Airline mitteilte. Die Betroffenen wurden demnach medizinisch versorgt, inzwischen seien alle wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden.

Den Angaben zufolge musste das Air-Canada-Flugzeug nach "nicht vorhergesagten und plötzlichen Turbulenzen" am Donnerstag außerplanmäßig auf Hawaii landen. Die Maschine war bereits zwei Flugstunden hinter Hawaii, als sie nach Honolulu umgeleitet wurde. An Bord der Boeing 777-200 waren 269 Passagiere und 15 Besatzungsmitglieder.

"Das Flugzeug sackte plötzlich ab"

Es gab keine Warnung, und dann schlugen ihre Köpfe alle gleichzeitig an die Decke.
Passagier Luke Wheeldon

"Das Flugzeug sackte plötzlich ab", berichtete die Augenzeugin Stephanie Beam. "Als die Turbulenzen anfingen, wachte ich auf und guckte rüber, um sicherzugehen, dass meine Kinder angeschnallt waren. Das nächste, was ich weiß, ist, dass da buchstäblich Körper an der Decke des Flugzeugs waren." Eine Frau hinter ihr sei so heftig an die Decke gekracht, dass die Verkleidung vor der Sauerstoffmaske brach.

Passagier Luke Wheeldon berichtete dem Sender KTIV aus Honolulu, etwa die Hälfte der Passagiere sei nicht angeschnallt gewesen. "Es gab keine Warnung, und dann schlugen ihre Köpfe alle gleichzeitig an die Decke."

"Es war ziemlich beängstigend"

Ein anderer Passagier, Andrew Szucs, sagte, das Flugzeug sei abgesackt und hätte sich dann seitlich bewegt. Der Kapitän habe per Durchsage mitgeteilt, dass die Besatzung die Turbulenzen nicht auf dem Radar gesehen und keine Warnung bekommen habe. Danach habe die Kabine erschreckend ausgesehen, berichtete Passagier Llyn Williams. Plastik habe herumgelegen und Sauerstoffmasken hätten von der Decke gehangen. "Viel Blut überall", sagte er. "Es war wirklich ziemlich beängstigend."

Babys und Kinder weinten, während die Besatzung die Verletzungen in Augenschein nahm. Nach etwa 15 Minuten habe es eine Durchsage gegeben, mit der Frage, ob medizinisches Fachpersonal an Bord sei, erzählt Beam. Rettungskräfte in Honolulu nahmen die Passagiere am Gate in Empfang. Sprecherin Shayne Enright sagte, die Verletzten hätten Schnitte, Beulen, Prellungen, Nacken- und Rückenschmerzen.

Das Flugzeug befand sich nach Angaben der US-Flugaufsichtsbehörde zum Zeitpunkt der Turbulenzen auf 10.973 Metern Höhe und 966 Kilometer südwestlich von Honolulu.

Die Airline bot den Passagieren in Honolulu Hotels und Versorgung an, sowie die Option, den Flug fortzusetzen. "Wenn wir irgendwo feststecken, fallen mir schlimmere Orte ein", sagte Beam, die mit ihren zehn und elf Jahre alten Kindern unterwegs war.

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