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Resolutionen zu Venezuela scheitern

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UN-Sicherheitsrat - Resolutionen zu Venezuela scheitern

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In der Venezuela-Krise findet der UN-Sicherheitsrat keine Richtung: Die USA und Russland scheiterten mit ihren Resolutionsentwürfen. Derweil wirbt Guaidó weiter um Unterstützung.

UN-Sicherheitsrat
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Quelle: reuters

Im UN-Sicherheitsrat sind zwei konkurrierende Resolutionen zur Venezuela-Krise gescheitert. Russland und China blockierten am Donnerstag mit ihrem Veto einen von den USA vorgelegten Text. Der russische Resolutionsentwurf wurde mit deutlicher Mehrheit abgelehnt. Venezuelas selbsternannter Übergangspräsident Juan Guaidó bekräftigte derweil bei einem Besuch in Brasilien seinen Willen zu einer baldigen Rückkehr in sein Heimatland.

Die von den USA eingebrachte Resolution forderte "freie, faire und glaubwürdige" Wahlen in dem südamerikanischen Land sowie die ungehinderte Einfuhr von Hilfsgütern. Neun Länder befürworteten die Initiative, darunter Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Die Vetomächte Russland und China, die zu den wichtigsten Verbündeten des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro zählen, stoppten das Vorhaben jedoch. Auch Südafrika stimmte dagegen, drei weitere Staaten enthielten sich.

Russland erhielt für seinen Resolutionsentwurf derweil nur die Unterstützung Chinas, Südafrikas und Äquatorialguineas. Die fünf europäischen Ratsmitglieder, die USA und Peru stimmten mit Nein, vier weitere Staaten enthielten sich. Der Text wies die Drohungen einer Militärintervention in Venezuela zurück. Zudem wurde darin betont, dass für internationale Hilfslieferungen die venezolanische Regierung zuständig sei.

Lieferung von Hilfsgütern gescheitert

Am Samstag war eine Kraftprobe zwischen Venezuelas Regierung und der Opposition um Hilfslieferungen aus dem Ausland eskaliert. Der Plan von Venezuelas selbsternanntem Übergangspräsidenten Guaidó, gegen Maduros Willen Hilfsgüter über die Grenzen zu bringen, scheiterte am harten Vorgehen der Sicherheitskräfte. An der Grenze zu Brasilien wurden vier Menschen bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften getötet. Auch an der Grenze zu Kolumbien gab es Gewalt, hunderte Menschen wurden verletzt.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat sich im venezolanischen Machtkampf auf die Seite des Oppositionschefs Guaidó gestellt und diesen - ebenso wie rund 50 weitere Länder - als Übergangspräsidenten anerkannt. Moskau, China und die Regierungen mehrerer anderer Länder halten dagegen weiter zu Maduro.

Guaidó wirbt derzeit in der Region um Unterstützung. Am Donnerstag wurde er von Brasiliens Staatschef Jair Bolsonaro in Brasília empfangen. Am Freitag wird Guaidó in Paraguay erwartet. Eine entsprechende Ankündigung des paraguayischen Präsidenten Mario Abdo bestätigte Guaidó zunächst aber nicht.

Guaidó will nach Venezuela zurückkehren

Der Oppositionsführer bekräftigte in Brasília seinen Willen zu einer baldigen Rückkehr in sein Heimatland. Er werde "trotz der Drohungen" gegen ihn und seine Familie "spätestens am Montag" nach Caracas reisen, sagte Guaidó. Die Ankündigung der Regierung, ihn festnehmen zu lassen, werde ihn davon nicht abhalten.

Guaidó war in der vergangenen Woche trotz eines Verbots ins benachbarte Kolumbien ausgereist. Am Montag nahm er an einem Treffen der Lima-Gruppe in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá teil. Maduro hatte angekündigt, dass sich Guaidó wegen der unerlaubten Ausreise in Venezuela vor Gericht verantworten müsse. Der Oppositionsführer will den linksnationalistische Staatschef aus dem Amt drängen und Neuwahlen organisieren.

Guaidó forderte die europäischen Demokratien auf, ihn im Machtkampf mit Präsident Nicolás Maduro zu unterstützen. "Ich hoffe, dass ganz Europa sein politisches, diplomatisches und ökonomisches Gewicht in die Waagschale wirft, um ein Ende der Usurpation in Venezuela zu erreichen", sagte er der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Zugleich räumte Guaidó ein, dass die Opposition am vergangenen Wochenende einen Rückschlag erlitten hat mit dem Versuch, Hilfsgüter ins Land zu holen.

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