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Explosionen in Afghanistan - Viele Tote bei Anschlag in Kabul

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Bei einem schweren Anschlag in Kabul sind zahlreiche Menschen getötet worden. Ziel des Anschlags war ein schiitisches Kulturzentrum. Die Terrormiliz IS bekannte sich zu der Tat.

Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Kulturzentrum in Kabul sind viele Menschen getötet worden. Als Menschen zu Hilfe eilten, explodierten weitere Bomben.

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Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Kulturzentrum in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind nach jüngsten Angaben des Innenministeriums mindestens 34 Menschen getötet und 38 weitere verletzt worden. Zuvor hatte ein Ministeriumssprecher von 40 Toten und 30 Verletzten gesprochen.

Ein Selbstmordattentäter sprengte sich den Angaben zufolge zuerst in dem Gebäude in die Luft. Als Menschen zu Hilfe eilten, seien vor dem Haus zwei weitere Bomben explodiert. Medien berichteten, dass sich in dem Gebäude Studenten oder Akademiker getroffen hätten.

IS bekennt sich zu Anschlag in Schiiten-Viertel

Der Anschlag geschah im Schiitenviertel Dascht-e Bartschi. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Tat für sich. Der Anschlag sei von einem Mitglied ausgeführt worden, berichtete das IS-Sprachrohr Amak unter Berufung auf IS-Kreise. Das im Internet verbreitete Bekennerschreiben konnte zunächst nicht auf seine Echtheit überprüft werden. Zuvor hatten die radikal-islamischen Taliban auf Twitter mitgeteilt, dass sie nicht für die Tat verantwortlich seien.

Der afghanische Präsident Aschraf Ghani bezeichnete den Anschlag als "Verbrechen gegen die Menschlichkeit". "Die Terroristen haben unsere Leute getötet. Die Terroristen haben unsere Moscheen angegriffen, unsere heiligen Orte und nun unser Kulturzentrum", teilte Ghani mit. Das seien Angriffe gegen den Islam und "alle menschlichen Werte".

Mehr als 20 schwere IS-Anschläge seit Jahresbeginn

Der Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat in Afghanistan hatte sich in den vergangenen Monaten zu mehreren schweren Anschlägen auf Schiiten in Kabul bekannt. Im größten Kabuler Schiiten-Viertel Dascht-e Bartschi hatte der IS zuletzt im Oktober einen Selbstmordattentäter in eine Moschee geschickt. 71 Menschen starben während des Freitagsgebets. Seit dem hat der IS aber auch in anderen Stadtteilen Anschläge verübt und zum Beispiel einen großen Fernsehsender und ein Geheimdienstbüro angegriffen.

Seit Januar gab es in Kabul mehr als 20 schwere Anschläge des IS, aber auch der Taliban. Hunderte Menschen wurden dabei getötet und verletzt. Bei dem schwersten Anschlag vor der deutschen Botschaft im Mai sollen um die 150 Menschen getötet worden sein.

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