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Minusma-Mission - Tote bei Angriffen auf UN-Stützpunkte in Mali

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Bei Angriffen mutmaßlicher Dschihadisten auf UN-Stützpunkte in Mali sind mindestens neun Menschen ums Leben gekommen, darunter ein Blauhelm und fünf einheimische Wachleute. Auch mehrere Angreifer wurden getötet. Die UN verurteilten die Taten als Terrorattacken. 

Nach dem Absturz eines Kampfhubschraubers in Mali, bei dem zwei Bundeswehrsoldaten tödlich verunglückt sind, suchen Experten nun nach der Ursache. Es gab Zweifel, ob dieser Hubschrauber für Einsätze in großer Hitze überhaupt geeignet ist.

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UN-Generalsekretär Antonio Guterres warnte in New York, Attacken auf UN-Blauhelme könnten nach internationalem Recht als "Kriegsverbrechen" eingestuft werden.

An dem ersten Angriff am frühen Montagmorgen auf einen Stützpunkt der UN-Mission Minusma in Douentza im Zentrum Malis beteiligten sich demnach mehrere Bewaffnete. Dabei wurde ein malischer Soldat sowie ein Blauhelm getötet, dessen Nationalität zunächst nicht bekannt gegeben wurde. Ein weiterer UN-Soldat wurde verletzt. UN-Soldaten erschossen schließlich zwei Angreifer.

Zweiter Angriff auf Timbuktu

Am Nachmittag dann griffen weitere Bewaffnete den Stützpunkt in Timbuktu an. Einem Behördenvertreter zufolge fuhren die mit Granaten und Kalaschnikows ausgerüsteten Männer auf den Haupteingang zu und eröffneten sofort das Feuer auf die malischen Wachen.

Fünf Wachen, ein Polizist sowie ein ziviler Minusma-Angestellter wurden nach UN-Angaben getötet, ein weiterer Wachmann sowie sechs Blauhelme wurden verletzt, zwei von ihnen schwer. Auch sechs Angreifer wurden demnach getötet und eine rasche Eingreiftruppe entsandt, um das Minusma-Hauptquartier abzusichern, während Kampfhubschrauber nach weiteren möglichen Dschihadisten suchten.

"Feige und schändlich"

Minusma-Chef Mahamat Saleh Annadif sprach von einer "feigen und schändlichen Tat". Er rief dazu auf, mit gemeinsamen Kräften nach den Tätern und ihren Hintermännern zu suchen und sie zur Rechenschaft zu ziehen.

Mali war nach einem Militärputsch im März 2012 ins Chaos gestürzt, mehrere islamistische Gruppierungen brachten den Norden des Landes unter ihre Kontrolle. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff im Januar 2013 militärisch ein. Sie wird inzwischen von der UN-Mission unterstützt, an der auch die Bundeswehr beteiligt ist. Die Mission zur Stabilisierung des krisengeschüttelten Landes zählt zu den gefährlichsten UN-Einsätzen weltweit.

Darüberhinaus haben sich Mali, Niger, Mauretanien, Burkina Faso und Tschad zusammengeschlossen, um mit einer 5.000 Mann starken Einheit islamistische Extremisten in der Sahel-Region zu bekämpfen. Sie soll bereits im Herbst einsatzbereit sein, obwohl noch nicht geklärt ist, wer für die Kosten von schätzungsweise mehr als 420 Millionen Euro aufkommt. Um die neue Anti-Terror-Truppe sollte es auch heute bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats gehen.

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