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Osterwochenende - Viele Raser lieferten sich illegale Rennen

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Das Osterwochenende hat sich als Termin für die Auto-Tuning-Szene etabliert. Das macht der Polizei Arbeit. Es gab viele illegale Wettrennen und Raserunfälle.

Mannheim - Sportwagenfahrer schleudert in parkende Autos
Mannheim: Ein Sportwagenfahrer verliert die Kontrolle - und schleudert mit seinem Boliden in parkende Autos. Quelle: dpa

Bei der Flucht eines Rasers in Berlin wurde eine Polizistin verletzt. Der 37-Jährige soll am Samstag ein Rennen gegen ein anderes Auto gefahren sein, wie die Beamten mitteilten. Zivilfahnder beobachteten, wie beide Fahrzeuge deutlich zu schnell über Straßen bis auf die A111 fuhren. Die Ermittler verfolgten den 37-Jährigen, der die Autobahn wieder verließ. Das andere Auto blieb auf der Autobahn. Während seiner Flucht überfuhr der Mann mehrere Ampeln und schaltete zwischenzeitlich sein Licht aus, um den Polizisten zu entkommen. Auch nachdem er eine Polizeistreife gerammt hatte, setzte er seine Flucht fort. Bei einem zweiten Unfall wurde die Polizistin verletzt. Kurz darauf wurde der Mann gestellt und vorläufig festgenommen, sein Auto wurde beschlagnahmt. Der andere Beteiligte konnte zunächst fliehen.

Illegal mit Blaulicht gefahren

Ebenfalls auf der Flucht vor der Berliner Polizei baute ein 19 Jahre alter Autofahrer ohne Führerschein einen Unfall. Beim Zusammenstoß mit einem anderen Wagen wurde ein Autofahrer leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte.

In Rheinland-Pfalz lieferten sich zwei Autofahrer auf der B42 mit fast 200 Kilometern pro Stunde ein illegales Rennen. Sie hätten dabei am Karfreitag auch Kurven geschnitten und Sperrflächen überfahren, berichtete die Polizei. Einer der Fahrer hatte demnach hinter der Frontscheibe ein Blaulicht installiert und eingeschaltet. Die Führerscheine der Männer und das Blaulicht wurden eingezogen.

Frontal gegen Bäume

Auch in Beckum im Münsterland veranstalteten zwei Autofahrer ein illegales Rennen. Bei der Fahrt durch ein Gewerbegebiet kam eines der Fahrzeuge am Sonntagabend von der Fahrbahn ab und raste frontal gegen zwei Straßenbäume. Alle Beteiligten flohen, die Fahndung nach ihnen hatte zunächst noch keinen Erfolg, wie die Polizei mitteilte.

In Köln und Dortmund wurden am Freitag mehrere Wagen aus dem Verkehr gezogen, nachdem sich die Fahrer verbotene Autorennen durch die Innenstädte und über Autobahnen geliefert hatten. In Köln waren mehrfach hochmotorisierte Sportwagen mit britischen Kennzeichen zu schnell und mit waghalsigen Fahr- und Bremsmanövern unterwegs. Vier der mutmaßlichen Verkehrssünder zwischen 20 und 36 Jahren mussten ohne Führerschein und Auto nach Großbritannien zurückkehren.

Autos und Führerscheine beschlagnahmt

Auch in Dortmund beschlagnahmte die Polizei nach einem verbotenen Autorennen zwei Autos und kassierte die Führerscheine der Fahrer ein. Die 24 und 29 Jahre alten Männer waren bei ihrer Wettfahrt mit getunten Fahrzeugen einer Zivilstreife ins Netz gegangen. Zudem wurden mehrere Raser erwischt: Zwei Autofahrer rasten mit 100 km/h und mehr über Straßen, auf denen nur Tempo 50 erlaubt ist. Ein Dortmunder fuhr 156 km/h statt der erlaubten 100.

In Mannheim verlor ein junger Sportwagenfahrer am Ostermontag die Kontrolle über sein Auto und schleuderte mit seinem Wagen in vier geparkte Fahrzeuge. Rettungskräfte befreiten den eingeklemmten 23-Jährigen aus seinem Wagen und brachten ihn in ein Krankenhaus. Der Mann sei wahrscheinlich mit "stark überhöhter Geschwindigkeit" unterwegs gewesen, sagte ein Polizei-Sprecher.

Ostern als Termin der Tuning-Szene etabliert

Bei Autofans hat sich das Osterwochenende als Termin der Tuning-Szene etabliert. Nach einem Facebook-Aufruf fuhren am "Car-Samstag" hunderte Tuning-Fans aus Deutschland und den Niederlanden nach Wuppertal. Auf den Zufahrtsstraßen zu dem Gelände eines Warenhauses kam es am Samstag zu Verkehrsstörungen, wie die Polizei mitteilte. Von rund 800 Fahrzeugen passten demnach nur 600 auf das Gelände. Ein Fahrzeug wurde wegen nicht vom TÜV abgenommener Veränderungen aus dem Verkehr gezogen, zudem gab es zwölf Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten und viele kleinere Verwarngelder.

Auch ein Treffen der Auto-Tuning-Szene im hessichen Limburg am "Car-Samstag" hatte regen Zulauf: Schätzungsweise 1.500 bis 2.000 PS-Bastler und Zuschauer drängten sich im Bereich des ICE-Bahnhofs um die dort zur Schau gestellten aufgemotzten Wagen.

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