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Vier Fakten über pflegende Roboter

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Vier Fakten über pflegende Roboter

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Der Ethikrat befasst sich heute mit dem Einsatz von Robotern in der Pflege. Lesen Sie hier vier Fakten zu Pflegerobotern.

Pflegeroboter
Einsatz von Robotern in der Pflege: "Im Umgang mit elektronischen Geräten allgemein können sich Männer mehr begeistern".

Ja zur Hebehilfe, nein zum Kuschelroboter

Was sagen Pflegekräfte zum Technikeinsatz? Dieser Frage ist die Berliner Charité in Zusammenarbeit mit dem Zentrum Qualität in der Pflege nachgegangen. Die Ergebnisse der Studie lassen sich so auf den Punkt bringen: Krankenschwestern und Altenpfleger begrüßen technische Hilfsmittel wie Hebehilfen, die ihre Arbeit erleichtern - lehnen aber Maschinen als Ersatz für menschliche Zuwendung wie Kuschelroboter ab. "Berührung kann man nicht mit Plastik", bringt es eine Pflegekraft auf den Punkt.

Männer technikaffiner

Bei der Einstellung zum Technikeinsatz zeigt sich ein Geschlechterunterschied: "Im Umgang mit elektronischen Geräten allgemein können sich Männer mehr begeistern", heißt es in der von der Professorin Adelheid Kuhlmey verantworteten Studie. Auch schätzten sich Männer mit Blick auf den Technikeinsatz kompetenter ein als Frauen.

Einsatz noch wenig verbreitet

Auch wenn in der Fachwelt bereits der Einsatz verschiedener Mittel diskutiert wird, ist der Technikeinsatz in vielen Krankenhäusern und Altenheimen noch eher zurückhaltend. Laut der Studie sind Hebehilfen am bekanntesten, Sturz-Detektoren kennt jedoch nur die Hälfte der Pflegekräfte. Auch Geräte wie Kuschelroboter sind weitgehend Fehlanzeige. "Technische Systeme, die den Pfleger bei der körperlichen Arbeit unterstützen, sind nicht oft vorhanden", kritisiert eine Krankenpflegerin.

Der Pflegeroboter "Lilo", Nürnberg, 26.03.19
Pflegeroboter "Lilo": Der Technikeinsatz in vielen Krankenhäusern und Altenheimen ist noch eher zurückhaltend.
Quelle: dpa

Zum Teil seien die Mitarbeiter unterschiedlich geschult: "Auf vielen Stationen, die über elektrische Hilfsmittel verfügen, nutzen nur sehr wenige Pflegende diese, da sie oft nicht richtig eingewiesen sind und sich damit unsicher fühlen", wird in der Studie eine Intensivpflegerin zitiert.

Kritik an emotionaler Unterstützung durch Maschinen

Die Akzeptanz technischer Hilfsmittel "zur sozialen und emotionalen Unterstützung" sei eher gering, so das Fazit der Studie. Eine Altenpflegerin wird mit den Worten zitiert: "Wer Schmuse-Roboter einsetzt, um allein gelassene Demente ruhig zu stellen, hat seinen Beruf nicht verstanden."

Etwa 55 Prozent der Befragten sind der Ansicht, "dass technische Geräte im Bereich sozialer und emotionaler Unterstützung sogar zum Verlust menschlicher Wärme führen". Eine Krankenpflegerin ist überzeugt: "Technik sollte immer einen unterstützenden Aspekt haben. Pflege hat etwas mit Menschlichkeit und Liebe zu tun."

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