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Vom Roten Kreuz geschickt - Hilfsgüter erreichen Venezuela

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Die Lage für die Bevölkerung in Venezuela ist weiterhin äußert schwierig. Ein wenig Hilfe kann nun eine Lieferung des Roten Kreuzes bieten.

Nach wochenlangem Ringen um humanitäre Unterstützung hat das Rote Kreuz erste Hilfsgüter in Venezuela verteilt. Es gab Trinkwasser und Tabletten zur Wasserreinigung.

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Erste Hilfsgüter des Roten Kreuzes sind in Venezuela eingetroffen. Ein Flugzeug mit Medikamenten und Generatoren an Bord landete in Caracas, wie das Rote Kreuz mitteilte. Die Lieferung ist Teil einer Aufstockung der humanitären Hilfe für Venezuela um fast das Dreifache.

Diese hatte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) vor wenigen Tagen beschlossen. Das IKRK hatte kürzlich mit Venezuelas Gesundheitsministerium ein Abkommen unterzeichnet, um die Menschen notversorgen zu können.

Der umstrittene Präsident Nicolás Maduro hatte sich nach langer Weigerung vor einer Woche bereit erklärt, Hilfe des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) anzunehmen. Die Menschen in Venezuela leiden seit Jahren unter dramatischen Versorgungsengpässen.

UN: 3,7 Millionen Venezolaner unterernährt

Die Hilfsgüter trafen am internationalen Flughafen von Caracas ein. Kartons mit dem Logo der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung wurden aus dem Frachtraum eines Flugzeugs geholt und auf Lastwagen verladen, wie auf Videos in Online-Netzwerken zu sehen war.

Nach Angaben der Vereinten Nationen brauchen fast ein Viertel der 30 Millionen Venezolaner dringend Hilfe. Einem UN-Bericht zufolge sind 3,7 Millionen Menschen unterernährt und mindestens 22 Prozent der Kinder unter fünf Jahren chronisch unterernährt. Maduro bestreitet, dass die Situation in seinem Land als humanitäre Krise bezeichnet werden könne. Die Bevölkerung des ölreichen Landes leidet seit Jahren unter den Folgen von Misswirtschaft.

Das Land wird außerdem durch einen Machtkampf zwischen Maduro und dem Oppositionsführer und selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó gelähmt. Maduro hatte sich lange gegen Hilfslieferungen aus dem Ausland gesperrt. Er bezeichnet sie als Versuch, den Boden für eine von den USA angeführte Militärinvasion zu bereiten. Washington zählt zu den wichtigsten Unterstützern Guaidós.

Der Oppositionsführer war im Februar damit gescheitert, gegen Maduros Widerstand Hilfsgüter insbesondere aus den USA nach Venezuela zu bringen. Das Militär, das weiter loyal zu dem amtierenden Staatschef steht, blockierte die Lieferungen.

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