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Breiter Datenabgriff beim iPhone

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Von Google entdeckte Angriffe - Breiter Datenabgriff beim iPhone

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Es ist das schlimmste bisher bekanntgewordene Angriffsszenario gegen das iPhone von Apple: Aufenthaltsort, Fotos und Nachrichten konnten mindestens zwei Jahre abgegriffen werden.

Hacker konnten Daten aus iPhones abgreifen. Archivbild
Hacker konnten Daten aus iPhones abgreifen. Archivbild
Quelle: Stefan Jaitner/dpa

Aus dem iPhone von Apple konnte bis Anfang Februar alle möglichen privaten Daten wie Fotos oder der Aufenthaltsort abgegriffen werden. Die Schwachstellen, die das möglich machten, wurden von Google-Experten entdeckt und von Apple nach einem Hinweis per Software-Update geschlossen.

Google veröffentlichte nun Details zu entsprechenden Hacker-Angriffen, die mindestens zwei Jahre andauerten. Dabei wurde bisher nicht bekannt, wie viele Nutzer betroffen waren und wer hinter der Attacke stand.

Auch Nachrichten in WhatsApp betroffen

Um ein iPhone zu infizieren, reichte es demnach aus, es auf eine präparierte Website zu locken. Die Forscher von Googles "Project Zero" machten mehrere solche Seiten aus, die "tausende Besucher" pro Woche hatten. Mit dieser Beschreibung könnte es sich um eine gezielte Ausspäh-Aktion handeln, die zum Beispiel auf Dissidenten oder einzelne Bevölkerungsgruppen zielte.

Auch Nachrichten in Chatdiensten wie WhatsApp, iMessage und Telegram konnten mitgelesen werden, erklärte Google-Forscher Ian Beer. Denn die Übermittlung in ihnen ist zwar verschlüsselt - aber die Daten sind auf den Geräten im Klartext vorhanden, damit sie von den Nutzern gelesen werden können. Die Schwachstellen, die das möglich machten, steckten im Web-Browser der iPhones - aber auch tief im Betriebssystem, dem sogenannten Kernel. Die Entdeckung eines möglichen Datenabgriffs in dieser Breite ist gravierend, da das iPhone als extrem schwer zu hacken gilt.

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