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Weg in die Freiheit - Schäuble würdigt Ungarn

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Grenzöffnung vor 30 Jahren - Weg in die Freiheit - Schäuble würdigt Ungarn

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Vor 30 Jahren öffnete Ungarn seine Grenze - Zehntausende Menschen überquerten sie kurz darauf in Richtung Westen. Schäuble und Maas erinnern an das historische Ereignis.

DDR-Flüchtlinge am Grenzübergang Suben, Österreich
DDR-Flüchtlinge am Grenzübergang Suben, Österreich.
Quelle: imago

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat den Beitrag Ungarns zur deutschen Wiedervereinigung gewürdigt. Zum Beginn der Haushaltswoche im Bundestag erinnerte der CDU-Politiker am Dienstag daran, dass Ungarn vor 30 Jahren, am 10. September 1989, seine Grenze für die DDR-Flüchtlinge geöffnet habe. "Die Grenzöffnung in Ungarn löste eine neue Dynamik aus. Zwei Monate später fiel die Berliner Mauer - das Symbol des Kalten Krieges. Wir Deutschen vergessen den mutigen Beitrag Ungarns zur Wiedervereinigung unseres Landes nicht", sagte Schäuble.

Ungarn hatte in der Nacht vom 10. auf den 11. September 1989 seine Grenze geöffnet - in den folgenden Tagen wurde sie von Zehntausenden Menschen aus der DDR in Richtung Westen überquert. Auch Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) erinnerte an die Grenzöffnung damals. "Das werden wir nie vergessen", schrieb er auf Twitter. "Die Menschen in Ungarn, die selbst noch um ihre Freiheit rangen, ebneten den Geflüchteten aus der DDR den Weg in die Freiheit.
Dafür bin ich ihnen von Herzen dankbar - als Deutscher und als Europäer."

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Schäuble erinnert an Angriff auf Polen

Schäuble erinnerte zugleich an den Überfall Hitler-Deutschlands auf Polen, wodurch vor 80 Jahren der Zweite Weltkrieg ausgelöst wurde. "Polen wurde 1939 das erste Opfer eines historisch beispiellosen rassenideologischen Vernichtungsfeldzugs, von dem vor 80 Jahren noch niemand ahnen konnte, welche Ausmaße er annehmen würde. Der von Deutschland entfesselte Zweite Weltkrieg hinterließ einen zerstörten Kontinent und Narben, die noch immer schmerzen." Die Polen hätten am längsten unter der Besatzung durch die Wehrmacht, dem Terror von SS und Sicherheitsdienst gelitten, sagte Schäuble. "Sie erlebten die gezielte Ermordung ihrer intellektuellen Elite, die Verwüstung ganzer Landstriche, die völlige Zerstörung ihrer Hauptstadt Warschau, die Vernichtung jüdischen Lebens."

Der polnische Staat sei als Folge des Hitler-Stalin-Paktes unter zwei übermächtigen Nachbarn aufgeteilt und seiner Souveränität beraubt worden. Als wichtigste Lehren aus dem "Zivilisationsbruch des Zweiten Weltkriegs" nannte Schäuble "den Erhalt des Friedens, den Schutz unseres zivilen Miteinanders, den Respekt vor dem Anderen, die Anerkennung seiner Freiheit, Unabhängigkeit und Würde."

Die anspruchsvollste Antwort sei das zusammenwachsende Europa. "Es ist die Aufgabe von uns allen, aber gerade auch die der jungen Generation, die Idee eines vereinten Europas als Erbe des Krieges weiterzutragen, sie angesichts der Herausforderungen in einer gründlich veränderten Welt mit Leben zu füllen", sagte Schäuble.

Screenshot Zeitstrahl Mauerfall

Friedliche Revolution 1989 -
Der Weg zum Mauerfall - eine Chronik
 

Am 9. November 1989 fiel die Mauer - und die Teilung Deutschlands war Geschichte. Die bewegenden Ereignisse von Januar 1989 bis zum Mauerfall gibt es hier im Zeitstrahl.

von Corinna Zander
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