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Vor 40 Jahren von RAF entführt - "Landshut" ist zurück in Deutschland

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Ein Stück Geschichte ist zurück in Deutschland: Zwei russische Frachtflugzeuge brachten die in Einzelteile zerlegte "Landshut" nach Friedrichshafen. Die Entführung der Boeing 737 gehört zu den traurigen Höhepunkten des Deutschen Herbstes.

Die 1977 von Terroristen entführte Lufthansa-Maschine "Landshut" ist zurück in Deutschland. Frachtflugzeuge brachten die in Teile zerlegte Boeing 737 nach Friedrichshafen, wo sie nach ihrer Restaurierung im Dornier-Museum ausgestellt werden soll.

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Zuletzt stand die Landshut im brasilianischen Fortaleza. Die ehemalige Lufthansa-Maschine war vor 40 Jahren, am 13. Oktober 1977, auf ihrem Flug von Palma de Mallorca nach Frankfurt von palästinensischen Terroristen entführt worden.

Ein Ziel der Aktion war es, die in Stuttgart-Stammheim inhaftierten Terroristen der Roten Armee Fraktion (RAF) freizupressen. Die Terroristen erschossen während eines mehrtägigen Irrflugs den Piloten Jürgen Schumann. GSG-9-Männer stürmten die Maschine in der Nacht vom 17. auf den 18. Oktober im somalischen Mogadischu; dabei wurden drei der vier Geiselnehmer getötet.

Ein Schlüsselereignis

Der Vorfall gilt als eines der Schlüsselereignisse im sogenannten Deutschen Herbst, in dessen Verlauf der Terror der RAF seinen Höhepunkt erreichte. Nach der Erstürmung der Landshut töteten sich die in Stammheim inhaftierten RAF-Anführer Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe selbst; Irmgard Möller überlebte schwer verletzt.

Die Künstlerin Gabriele von Lutzau, die 1977 als Stewardess auf der "Landshut" arbeitete und in den Medien als "Engel von Mogadischu" gefeiert wurde, zeigte sich erfreut über die Rückkehr des Flugzeugs. "Ich werde sie begrüßen, und dann hoffe ich sehr, dass ich dann weniger Interviews geben muss, dass ich meine Ausstellungen mache, dass ich meine Kinder und mein Enkelkind habe und dass das Leben, so lange es dauert, schön ist", sagte sie in einem Interview. Die Gefühle im Moment der Befreiung 1977 umschrieb von Lutzau mit den Worten: "Da war eine ganz tiefe Dankbarkeit in mir."

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