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Höhepunkt des TV-Wahlkampfs - Spannung vor dem TV-Duell

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In gut drei Wochen ist Bundestagswahl - und ein erheblicher Teil der Stimmberechtigten weiß noch nicht wohin mit dem Kreuzchen. Da könnte das TV-Duell zwischen Angela Merkel und Martin Schulz am Sonntag entscheidend sein. Heute wurden die Spielregeln bekannt gegeben.

Das TV-Duell am Sonntag wird der einzige direkte Schlagabtausch zwischen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und SPD-Herausforderer Martin Schulz im Bundestagswahlkampf sein. Die Gestaltung des Formats war bis zuletzt umstritten.

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Den Anfang macht der Herausforderer - das hat der Losentscheid ergeben. Martin Schulz, Kanzlerkandidat der SPD, darf mit der ersten Antwort auf die erste Frage das TV-Duell an diesem Sonntag (20:15 Uhr im ZDF) eröffnen. Das letzte Wort, das Schluss-Statement, hat dann Kanzlerin Angela Merkel (CDU), wie es das Reglement vorschreibt. Dabei hatte sie schon ein gewichtiges Wörtchen mitzureden, bevor das Duell und seine Details überhaupt festgezurrt wurden.

ZDF-Chefredakteur Frey: "Ein Duell ist besser als kein Duell"

Denn nach drei Verhandlungsrunden mit dem Kanzleramt, so machten die Chefredakteure der ausstrahlenden Sender - ZDF, ARD, RTL und Sat.1 - im Studio Berlin-Adlershof deutlich, sei klar gewesen, dass sich die TV-Anbieter mit dem Wunsch nach zwei Duellen (einmal von ARD und ZDF und einmal von RTL und Sat.1 übertragen) nicht durchsetzen konnten. "Ein Duell ist besser als kein Duell", sagte ZDF-Chefredakteur Peter Frey.

"Dass wir Journalisten es uns anders gewünscht hätten, ist nicht neu", sagte ZDF-Moderatorin Maybrit Illner. "Aber das Augenmerk liegt ja nicht auf uns, sondern auf den Kombattanten."

Merkel hatte schon in ihrer Sommer-Pressekonferenz am Dienstag Vorwürfe zurückgewiesen, wonach sie die Fernsehsender mit ihrer Ablehnung neuer Strukturen beim TV-Duell erpresst habe. Die Diskussion über das Format stehe nicht im Gegensatz zur Pressefreiheit, hatte sie vor mehr als 200 Journalisten gesagt. Die Freiheit, darüber zu entscheiden, ob man eine Einladung zu einer solchen Sendung annehme oder nicht, sei "ja immer genauso wichtig wie die Freiheit der Presse und die Unabhängigkeit". Das Format der Vergangenheit habe sich sehr gut bewährt. Es biete die Möglichkeit, sich stark auf den Dialog zwischen beiden Kontrahenten zu konzentrieren.

Schulz kritisierte am Freitag erneut, dass Merkel ein von den TV-Sendern vorgeschlagenes lockeres Diskussionsformat zwischen den Kandidaten verhindert und am üblichen Frage-Antwort-Ritual festgehalten habe. Merkel wolle "das starre Korsett", sagte Schulz in Berlin. Er lasse sich davon nicht beeindrucken: "Diejenigen, die mich kennen, wissen, Korsetts passen mir nicht. Und ich ziehe die auch nicht an."

Bis zu 20 Millionen Zuschauer erwartet

Vier Themenblöcke werden in den 90 Minuten diskutiert: die Migration, die Außenpolitik, die soziale Gerechtigkeit und die Innere Sicherheit - die Reihenfolge, die Länge seien offen. Mehr als dies wisse das Kanzleramt auch nicht, hieß es.

Jeder der beiden Kontrahenten verfügt über ein Redezeitenkonto, auf das er auch selber Einblick hat. Die Länge der Beiträge müsse sich nach 90 Minuten die Waage halten. Die Antworten sollten nicht länger als 60 bis 90 Sekunden sein, das Schlusswort dürfe eine Minute nicht übersteigen. Dann, davon gehen die Sender aus, könnten sich wankelmütige Wähler ein Bild gemacht haben von den Fähigkeiten und den Argumenten der Kandidaten. Bis zu 20 Millionen Zuschauer werden aller Wahrscheinlichkeit vor den TV-Geräten sitzen.

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