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Vor Idlib-Offensive - Türkei verstärkt Grenze zu Syrien

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Syriens Präsident Assad droht mit einem Angriff auf Idlib - nur 30 Kilometer von der türkischen Grenze entfernt. Ankara verstärkt nun den Grenzschutz.

Grenzmauer zwischen der Türkei und Syrien
Grenzmauer zwischen der Türkei und Syrien (Archiv) Quelle: reuters

Die Türkei hat vor einem geplanten Großangriff der syrischen Regierung auf die Rebellenhochburg Idlib einem Medienbericht zufolge weiteres Kriegsgerät in die Grenzregion gebracht. Acht Frachtfahrzeuge beladen mit Panzern und schweren Geschützen hätten die Grenzprovinz Kilis passiert, meldete die Zeitung "Hürriyet".

Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, auch in der weiter südwestlich gelegenen Grenzprovinz Hatay seien Lastwagen mit Panzern darauf angekommen.

UN warnen vor Katastrophe

Nach Angaben aus regierungsnahen Kreisen in Damaskus wird derzeit ein Angriff auf Idlib vorbereitet. Machthaber Baschar al-Assad hatte mehrfach angekündigt, dass er die Region zurückerobern wolle. Es handelt sich um eines der letzten großen Gebiete, das Assad zuvor an Aufständische verloren hatte.

UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock befürchtet eine neue Gewalteskalation: In der nordwestlichen Provinz drohe durch eine mögliche Schlacht eine der schlimmsten Katastrophen des 21. Jahrhunderts, warnte er. In Idlib hätten sich auch zahlreiche dschihadistische Kämpfer verschanzt, die sich an keinen anderen Ort mehr zurückziehen könnten, sagte Lowcock. Daher müsse eine politische Lösung für das Gebiet gefunden werden und man dürfe nicht unbedarft in diese Situation hineingehen. US-Präsident Donald Trump warnte die Regierung in Damaskus und ihre Verbündeten vor einem "rücksichtslosen Angriff" mit "Hunderttausenden Toten". Iran und Russland begingen einen schweren humanitären Fehler wenn sie an dieser potenziellen menschlichen Tragödie teilnähmen, twitterte er am Montag.

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