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Insel Sumba - Indonesien wieder von Beben erschüttert

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Zwei neue Erdbeben haben am Morgen die Insel Sumba erschüttert. In Palu werden Massengräber ausgehoben. Die offizielle Zahl der Todesopfer wird inzwischen mit 1.234 angegeben.

Indonesien: Tsunami-Opfer werden in einem Massengrab beigesetzt
Indonesien: Tsunami-Opfer werden in einem Massengrab beigesetzt
Quelle: Reuters

Indonesien ist schon wieder von Erdbeben erschüttert worden. Die beiden Beben seien am Dienstagmorgen nahe der Insel Sumba im Osten des Landes aufgetreten, teilte die US-Erdbebenwarte USGS mit. Das erste hatte demnach eine Stärke von 5,9, das zweite eine Stärke von 6,0.

Überlebender in Palu geborgen

Nach einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Antara wurde in Wula Waijelu eine Brücke beschädigt, Berichte über weitere Schäden liegen bisher aber nicht vor. "Wir haben vier Erschütterungen gespürt", berichtete ein Hotelmitarbeiter in der Region in einem Telefonat mit AFP. "Die Menschen sind beim ersten Beben in Panik geraten und aus dem Hotel gerannt." Die Beben ereigneten sich fast 1.600 Kilometer südlich der Gegend auf der Insel Sulawesi, die am vergangenen Freitag bei einem mächtigen Beben und einem Tsunami schwer verwüstet worden war.

Karte von Palu auf der indonesischen Insel Sulawesi
Karte von Palu auf der indonesischen Insel Sulawesi
Quelle: ZDF

Drei Tage nach dem Tsunami vor Sulawesi haben Helfer in der Stadt Palu einen Überlebenden aus den Trümmern eines eingestürzten Hauses gezogen. Der Mann namens Sapri Nusin wurde am Montagabend aus der Ruine eines Regierungsgebäudes gerettet, wo er seit Freitagabend verschüttet war. Die Behörden veröffentlichten am Dienstagmorgen ein Video, das die Rettung zeigt. Darauf ist zu sehen, wie Nusin von einem Helfer gefragt wird: "Kannst Du gehen?" Die Antwort: "Ja, aber ich bin sehr durstig." Anschließend wurde er zu einem Krankenwagen gebracht.

Opfer im Schlamm begraben

Die Zahl der Todesopfer wurde nach der Tsunami-Katastrophe vom Freitag inzwischen offiziell von 844 auf 1.234 heraufgesetzt. Viele Opfer sind noch unter Trümmern und im Schlamm begraben. Eine Sprecherin des indonesischen Roten Kreuzes sagte: "Das Schlimmste ist, anderthalb Stunden durch den Schlamm zu waten und Leichen zu tragen."

In der besonders betroffenen 350.000-Einwohner-Stadt Palu hat man inzwischen damit begonnen, Massengräber auszuheben. Befürchtet wird, dass die Zahl der Todesopfer in die Tausende geht. Die nationale Katastrophenschutzbehörde will heute eine neue Zwischenbilanz bekanntgeben. Vermutlich wird es aber noch Tage dauern, bis das Ausmaß der Katastrophe einigermaßen klar ist.

Erdbeben in Indonesien

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