Sie sind hier:

Wahl in Venezuela - Pinera nennt Maduro machtgeil

Datum:

Die Wiederwahl von Venezuelas Präsidenten Maduro gilt als sicher. Viele Länder wollen sie nicht anerkennen. Ein Amtskollege übt scharfe Kritik an Maduro.

Nicolas Maduro will Präsident von Venezuela beliben.
Nicolas Maduro will Präsident von Venezuela beliben. Quelle: Ariana Cubillos/AP/dpa

Chiles Präsident Sebastian Pinera hat seinen venezolanischen Amtskollegen Nicolas Maduro kurz vor dessen wahrscheinlicher Wiederwahl kritisiert. Maduro habe solchen Durst und solches Streben nach Macht, dass er weiter bereit sei, seinem eigenen Volk solche Schmerzen und Leiden zu bereiten, twitterte Pinera.

Maduro klammere sich an die Macht, so Pinera, der seit März Chiles Staatschef ist und als scharfer Maduro-Kritiker gilt. Maduro will sich für weitere sechs Jahre im Amt bestätigen lassen.

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Drittanbietern nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server (Facebook, Google, Instagram, Twitter, etc.) übertragen. Über den Datenschutz dieser Anbieter können Sie sich auf den jeweiligen Seiten informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in einem 'ZDF-Cookie'. Diese Zustimmung können Sie in den Einstellungen unter 'Mein ZDF' jederzeit widerrufen. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Schwerste Krise der Landesgeschichte

Die Bevölkerung im krisengebeutelten Venezuela ist am Sonntag zur Wahl eines neuen Präsidenten aufgerufen. Zahlreiche Länder der Region sowie die USA und die Europäische Union hatten bereits angekündigt, die Wahl nicht anzuerkennen. Viele Gegner Maduros sitzen im Gefängnis, wurden von der Wahl ausgeschlossen oder sind ins Ausland geflohen. Das wichtigste Oppositionsbündnis MUD fürchtet Wahlbetrug und will die Abstimmung boykottieren. Insgesamt sind 20,5 Millionen Menschen stimmberechtigt. Mit einem vorläufigen Ergebnis wird in der Nacht auf Montag gerechnet.

Maduro selbst betonte am Samstag bei einem Besuch einer Stadion-Baustelle in Caracas, dass er bereit sei, mit der EU und den USA zu sprechen. "Sie müssen die Wahrheit und die Stimme Venezuelas hören", sagte Maduro. Sie müssten aufhören, nur die Stimme der MUD zu hören.

Das südamerikanische Land steckt in der schwersten Krise seiner Geschichte. Maduro hat das von der Opposition kontrollierte Parlament entmachten und zahlreiche Regierungsgegner verhaften lassen. Die USA haben viele Funktionäre der Regierung mit Sanktionen belegt. Vom internationalen Finanzmarkt ist Venezuela weitgehend abgeschnitten. Wegen Devisenmangels kann das ölreichste Land der Welt zudem kaum noch Lebensmittel und Medikamente einführen. Der Internationale Währungsfonds rechnet für das laufende Jahr mit einem Einbruch der Wirtschaftskraft um 15 Prozent und einer Inflationsrate von mehr als 13.000 Prozent. Wegen der Krise haben bereits Millionen Venezolaner das Land verlassen.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Die Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie hier.

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.