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Buttigieg zieht Kandidatur zurück

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Vorwahlen in den USA - Buttigieg zieht Kandidatur zurück

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Ex-Bürgermeister Buttigieg hatte zuletzt kaum noch Chancen auf die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten. Nun zieht der 38-Jährige die Konsequenzen.

Buttigieg ist kurz vor den US-Vorwahlen aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten ausgestiegen. Er hatte in South Carolina nur noch 8,3 Prozent erreicht.

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Kurz vor den Vorwahlen am "Super Tuesday" zieht der moderate Kandidat Pete Buttigieg seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten zurück. Er strebe die Kandidatur für die Wahl im November nicht mehr an, sagte der 38-Jährige in South Bend in Indiana, wo er zuletzt Bürgermeister gewesen war.

Am Samstag hatte Buttigieg bei der bislang letzten Vorwahl der Demokraten im US-Bundesstaat South Carolina mit enttäuschenden 8,3 Prozent abgeschnitten.

Beim "Super Tuesday" wird am Dienstag in mehr als einem Dutzend der 50 US-Bundesstaaten abgestimmt, welcher Kandidat der Demokraten am 3. November den republikanischen Präsidenten Donald Trump herausfordern soll. Bei den Demokraten werden dabei mehr als ein Drittel aller Delegierten vergeben, die beim Nominierungsparteitag im Juli den Präsidentschaftskandidaten bestimmen. Im Falle eines demokratischen Wahlsieges würde Trump im Januar 2021 im Weißen Haus abgelöst.

Sanders bislang in Führung

Trump hat keine ernstzunehmende parteiinterne Konkurrenz. Die Republikaner haben ihre Vorwahlen daher in mehreren Bundesstaaten gestrichen. Bei den Demokraten liegt nach bislang vier Vorwahlen der linke Senator Bernie Sanders in Führung. Er ist auch in landesweiten Umfragen Spitzenreiter unter den demokratischen Bewerbern. Buttigieg zählt zum moderaten Flügel der Demokraten. Sein Rückzug kam überraschend. Bei den Vorwahlen der Demokraten lag er nach Sanders (78) und dem moderaten Ex-Vizepräsidenten Joe Biden (77) auf dem dritten Platz.

Bei der ersten Vorwahl im Bundesstaat Iowa hatte Buttigieg überraschend die Mehrheit der Delegierten gewonnen. Am Samstag bekam er bei der bislang letzten Vorwahl der Demokraten im Bundesstaat South Carolina allerdings nur 8,3 Prozent der Stimmen. Profitieren von Buttigiegs Rückzug könnte nun Biden - der vor South Carolina fast schon abgeschrieben war, bei der dortigen Vorwahl dann aber einen fulminanten Sieg einfuhr.

Wechselt Buttigieg-Lager zu Biden?

Der frühere Bewerber um die Kandidatur der Demokraten, Andrew Yang, sagte dem Sender CNN, er gehe davon aus, dass die meisten Buttigieg-Unterstützer nun ins Biden-Lager wechseln würden. Buttigieg war am Sonntagabend eigentlich auf dem Weg nach Texas, einem der wichtigsten "Super Tuesday"-Bundestaaten. Auf dem Flug sagte er mitreisenden Journalisten dann aber: "Wir ändern unseren Reiseplan und fliegen nach South Bend statt nach Texas." In South Bend trat zunächst Buttigiegs Ehemann Chasten Buttigieg auf die Bühne. "Es ist mir eine Ehre und ein Privileg gewesen, meinen Ehemann mit dem Rest des Landes zu teilen", sagte er.

Pete Buttigieg (rechts) und sein Ehemann Chasten Buttigieg.
Pete Buttigieg (rechts) und sein Ehemann Chasten Buttigieg. (Archivbild)
Quelle: Mary Altaffer/AP/dpa/Archivbild

Pete Buttigieg - der erste offen homosexuelle Kandidat für die Präsidentschaft - wurde umjubelt, als er anschließend auftrat. "Heute ist ein Moment der Wahrheit" sagte er. Er ziehe seine Kandidatur zurück, weil das dem Ziel diene, die Amerikaner zu einen und Trump zu besiegen.

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