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Zeuge im Impeachment-Verfahren - Frauen werfen Sondland sexuelle Übergriffe vor

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Der Diplomat Gordon Sondland gilt als einer der wichtigsten Zeugen der Demokraten in der Ukraine-Affäre um US-Präsident Trump. Jetzt werfen ihm drei Frauen sexuelle Übergriffe vor.

Gordon Sondland bei seiner Anhörung im US-Kongress.
Gordon Sondland weist die Vorwürfe gegen ihn als "politisch motiviert" zurück.
Quelle: Andrew Harnik/AP/dpa/Archivbild

Eine Woche nach seiner aufsehenerregenden Aussage vor dem US-Kongress zu den Impeachment-Ermittlungen gegen US-Präsident Donald Trump ist ein Schlüsselzeuge in Bedrängnis geraten. Drei Frauen werfen dem US-Botschafter bei der EU, Gordon Sondland, sexuelle Übergriffe vor. In einer Erklärung wies der 62-Jährige die Anschuldigungen zurück. Sie seien "zu politischen Zwecken" abgestimmt worden.

Sondland ist US-Botschafter bei der Europäischen Union, er war von Trump ernannt worden. Der wohlhabende Hotelier erhielt den Botschafterposten in Brüssel als Dankeschön für eine Millionenspende für die Feierlichkeiten zur Amtseinführung des Präsidenten.

Umarmungen, Küsse, unsittliches Berühren

Die jetzt von den drei Frauen erhobenen Vorwürfe beziehen sich auf die Zeit davor, also zu Zeiten Sondlands als reicher Hotelunternehmer. Die Frauen gaben in einem an diesem Mittwoch von der Internetseite Propublica und der Zeitschrift "Portland Monthly" veröffentlichten Artikel an, dass Sondland gewaltsam versucht habe, sie zu umarmen und zu küssen. Außerdem habe er sie unsittlich berührt.

Alle drei Frauen standen beruflich in Kontakt mit Sondland, die Vorwürfe datieren aus der Zeit von 2003 bis 2008. Sondland wies die Vorwürfe in dem Artikel als politisch motiviert zurück. "Diese falschen Anschuldigungen zu erzwungenen Berührungen und Küssen sind erfunden", erklärte er. Er glaube, dass es sich um "eine koordinierte Aktion aus politischen Motiven" handele, sagte er den beiden Medien.

Aufsehenerregende Aussage

Sondland hatte vor einer Woche in der Ukraine-Affäre vor laufenden Kameras im US-Kongress ausgesagt. Dabei bestätigte er, dass Trump die Ukraine massiv unter Druck gesetzt habe, um dortige Ermittlungen gegen Ex-Vizepräsident Joe Biden, seinen potenziellen Herausforderer bei der Wahl 2020, zu erreichen. Sondlands Aussagen durchlöcherten die Verteidigungslinie des Präsidenten, dass keine Druckmittel gegen Kiew eingesetzt worden seien, um die gewünschten Ermittlungen zu erreichen.

Mit seiner Aussage hatte Sondland neben Trump auch weitere Schlüsselfiguren in dessen Umfeld schwer belastet. Trump habe ihn und andere Regierungsvertreter ausdrücklich angewiesen, in Sachen Ukraine mit seinem Anwalt Rudy Giuliani zusammenzuarbeiten. Giuliani wiederum habe im Gegenzug für ein Treffen im Weißen Haus eine öffentliche Ankündigung Selenskyjs zu Untersuchungen gegen den Sohn des demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten Joe Biden gefordert.

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