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E-Mobilität und autonomes Fahren - VW steckt 44 Milliarden in digitalen Wandel

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VW greift für die eigene Modernisierung tief in die Tasche. 44 Milliarden Euro will der weltgrößte Autobauer investieren: in E-Mobilität, autonomes Fahren und Mobilitätsdienste.

Der Volkswagen-Konzern will in den kommenden fünf Jahren knapp 44 Milliarden Euro in Zukunftsthemen wie Elektroautos, autonomes Fahren und internetbasierte Mobilitätsdienste investieren. Das entspreche einem Drittel der Gesamtausgaben des Konzerns bis Ende 2023, wie VW am Freitag in Wolfsburg mitteilte. Der Aufsichtsrat entschied, welche Standorte welche Aufgaben übernehmen sollen: In Deutschland sollen die Werke Zwickau, Emden und Hannover für die Produktion von Elektrofahrzeugen umgebaut werden. Außerdem will der Konzern eine neue Fabrik in Osteuropa bauen.

Ab 2022 sollen in Emden und Hannover E-Autos vom Band laufen. Emden soll dabei Kleinwagen und Limousinen für mehrere Marken des Konzerns bauen, während in Hannover der Bulli-Nachfolger ID Buzz produziert werden soll. Die Beschäftigten an den Standorten erhalten eine Beschäftigungsgarantie bis Ende 2028, wie VW bereits mitgeteilt hatte.

Neue E-Autos aus Zwickau

Bereits in einem Jahr will VW mit der Produktion eines Elektroautos in Zwickau beginnen. Ab 2021 sollen dort sechs Modelle für drei Marken gebaut werden.

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh erklärte: "Ich bin besonders stolz darauf, dass es uns gelungen ist, die Elektromobilität zu großen Teilen hierzulande in unseren Werken anzusiedeln." Neben China und den USA werde Westeuropa Vorreiter bei der Einführung von E-Autos sein.

Die Passat-Produktion verlagert VW weg aus Deutschland in das tschechische Skoda-Werk Kvasiny. Für eine neue Fabrik in Osteuropa, in der für Skoda und Seat produziert werden soll, sucht Volkswagen derzeit noch einen geeigneten Standort.

Mehr Macht für Konzernchef Diess

Archiv: Ein Volkswagen steht in der Innenstadt an einer Ladesäule, aufgenommen am 09.03.2018 in Mainz
Ein Bild, das häufiger werden soll: Ein Volkswagen steht an einer Ladesäule.
Quelle: dpa

Der Aufsichtsrat beschloss außerdem, dass Unternehmenschef Diess künftig noch mehr Macht bekommen soll: Er übernimmt Mitte Januar 2019 die Kontrolle über den wichtigsten Markt China. Im täglichen Geschäft soll er dabei von Manager Stephan Wöllenstein unterstützt werden. Der derzeitige China-Chef Jochem Heizmann tritt in den Ruhestand.

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