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Volkswagen will bis zu 7.000 Jobs streichen

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VW-Kernmarke - Volkswagen will bis zu 7.000 Jobs streichen

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Der Volkswagen-Konzern will bei seiner Kernmarke VW Pkw in den nächsten fünf Jahren zusätzlich 5.000 bis 7.000 Stellen streichen. Das teilte das Unternehmen in Wolfsburg mit.

Archiv: Neuwagen von Volkswagen stehen in den Autotürmen der Autostadt am VW-Werk in Wolfsburg
VW-Neuwagen in den Autotürmen am Werk in Wolfsburg
Quelle: dpa

Der Volkswagen-Konzern will bei seiner Kernmarke VW Pkw in den nächsten fünf Jahren zusätzlich 5.000 bis 7.000 Stellen streichen. Wie das Unternehmen am Mittwoch in Wolfsburg weiter mitteilte, will VW Routineaufgaben automatisieren und unter anderem auch damit ab 2023 eine Gewinnverbesserung von 5,9 Milliarden Euro jährlich erzielen. Stellen sollen beim altersbedingten Ausscheiden von Mitarbeitern nicht neu besetzt werden.

Die Stellen sollen in der Verwaltung wegfallen. Inklusive der technischen Entwicklung beschäftigt VW in indirekten Bereichen rund 54.000 Mitarbeiter. Die allgemeinen Sachkosten und der Personalbedarf in der Verwaltung sollten um 15 Prozent gesenkt werden, hieß es vom Unternehmen.

In den kommenden drei Jahren sieht der bei der Kernmarke fürs Tagesgeschäft zuständige Manager Ralf Brandstätter das Potenzial für wegfallende Stellen insgesamt sogar bei rund 11.000 Jobs. Denn jetzt stehen die geburtenstarken Jahrgänge von Anfang und Mitte der 1960er Jahre kurz vor dem Ruhestand.

VW-Betriebsrat warnt vor Zwei-Klassen-Belegschaft

Der Vorstand habe sich bisher geweigert, die Jahrgänge nach 1961 für die Altersteilzeit freizugeben, obwohl viele Kollegen nach einem langen und harten Arbeitsleben darauf warteten, sagte Betriebsratschef Bernd Osterloh. Er fordert solche Angebote auch für die Beschäftigten in der Produktion. "Der Betriebsrat will nicht, dass der Vorstand eine Zwei-Klassen-Belegschaft einführt – die einen bekommen Altersteilzeit, die anderen nicht", sagte er.

"Wir müssen jetzt eine Betriebsvereinbarung abschließen, die unsere Informations- und Mitbestimmungsrechte regelt", sagte Osterloh und verwies auf die bestehende Beschäftigungssicherung bis Ende 2025. Für die Altersteilzeit könne es nur das Prinzip der doppelten Freiwilligkeit geben, bei der die Aufgabe entfällt und der Betroffene auch in den Ruhestand will.

Hintergrund ist, dass VW derzeit viel Geld in moderne IT-Systeme investiert. Das eröffnet Spielraum für das Management, über Stellenstreichungen Kosten zu sparen. Bereits seit einigen Tagen steht ein weiterer Personalabbau bei der Marke VW im Raum. Zudem will Volkswagen die Modellvielfalt reduzieren und Materialkosten senken. Mit den bisherigen Sparprogrammen habe VW bereits viel erreicht, sagte Brandstätter: "Aber wir müssen noch deutlich mehr tun, um die anstehenden Herausforderungen auch in der Zeit nach 2020 zu bewältigen."

E-Autos im Fokus

Mit der Umsatzrendite - also dem, was vom Umsatz als Betriebsgewinn übrig bleibt - ist Volkswagen nicht zufrieden. "Sie genügt nach wie vor nicht unseren Ansprüchen. Vor allem nicht im Vergleich zum Wettbewerb", sagte Brandstätter. VW-Konzern- und Markenchef Diess war 2015 von BMW geholt worden, um die chronisch gewinnschwache Kernmarke auf Effizienz zu trimmen. 2022 sollen sechs Prozent vom Umsatz als operativer Gewinn hängen bleiben, vergangenes Jahr waren es weniger als vier Prozent.

Im Herbst 2016 hatte das Unternehmen mit der Arbeitnehmerseite bereits ein großes Sparprogramm verabredet, das bis Ende 2020 läuft. Es sieht den weltweiten Abbau von 30.000 Stellen vor, 23.000 davon in Deutschland. Im Gegenzug sollen 9.000 Arbeitsplätze in Zukunftsbereichen wie der Softwareentwicklung neu entstehen. Bisher hat das Unternehmen in diesem Rahmen netto 6.300 Stellen abgebaut. Das Programm sollte eine Ergebnisverbesserung von 3,7 Milliarden Euro ab 2020 bringen und die Produktivität der Werke deutlich erhöhen.

VW-Konzernchef Diess will mit der neuen Sparrunde auch die Investitionen für den Schwenk zu Elektromodellen und Digitalisierung bezahlen. Die Marke VW verfehlte im vergangenen Jahr ihre Renditeziele, vor allem weil die Probleme rund um den neuen Abgas- und Verbrauchstest WLTP viel Geld kosteten. Weil Zulassungen nach dem neuen Prüftest fehlten, konnte lange Zeit nur ein eingeschränktes Modellangebot verkauft werden.

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