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Urnengang - Wahl in Neuseeland: Konservative klar vorn

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Bei der Parlamentswahl in Neuseeland zeichnet sich ein klarer Erfolg der regierenden Konservativen unter Ministerpräsident English ab. Allerdings ist er wohl auf Koalitionspartner angewiesen - möglicherweise auf die rechtspopulistische Anti-Einwanderungs-Partei "New Zealand First".


Nach Auszählung der Hälfte der abgegebenen Stimmen lag die National Party am Samstagabend (Ortszeit) bei 46,7 Prozent. Zur Mehrheit der Sitze im Parlament reichte dies allerdings nicht. Damit wäre English auf einen Koalitionspartner angewiesen, möglicherweise die rechtspopulistische Anti-Einwanderungs-Partei New Zealand First (NZF, Neuseeland Zuerst).

Labour-Kandidatin Ardern verpasst Machtwechsel

Die sozialdemokratische Labour-Partei mit ihrer Spitzenkandidatin Jacinda Ardern kam dem Zwischenergebnis zufolge auf etwa 35,5 Prozent. Allerdings kann es im Lauf der Auszählung noch erhebliche Verschiebungen geben. In den Umfragen hatte Labour in den vergangenen Wochen deutlich aufgeholt. Offensichtlich verpasste die größte Oppositionspartei einen Machtwechsel jedoch erneut. Die Konservativen sind in dem Pazifikstaat mit nur 4,7 Millionen Einwohnern bereits seit 2008 an der Regierung.

Der kometenhafte Aufstieg der 37-jährigen Spitzenkandidatin Ardern hatte das ganze Land und auch Amtsinhaber English überrascht. Sie hatte erst im August die Führung der oppositionellen New Zealand Labour Party übernommen und seitdem rasant an Zustimmung gewonnen. Der 55-jährige English hatte im Wahlkampf Steuerkürzungen und eine Wahrung des bestehenden Wohlstands versprochen. 1,2 Millionen Neuseeländer und damit so viele wie noch nie gaben ihre Stimme bereits vor dem eigentlichen Wahltag ab, wie die Wahlbehörde am Samstag mitteilte.

Mehrheit von 120 Sitzen erforderlich

Für die Mehrheit im Parlament sind 61 von 120 Sitzen erforderlich. Als Koalitionspartner für die Konservativen käme vor allem die NZF in Frage. Sie lag nach Auszählung der Hälfte der Stimmen bei 7,3 Prozent. Die Grünen kämen demnach auf 5,9 Prozent. Sie hatten eine Koalition mit den Konservativen im Wahlkampf allerdings ausgeschlossen.

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