In Thüringen soll ein neuer Ministerpräsident gewählt werden. Die AfD stellt einen Kandidaten auf, der sich erst kürzlich ins Spiel gebracht hat.
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Die Thüringer AfD hat nach eigenen Angaben den Sundhausener Bürgermeister Christoph Kindervater als Kandidaten für die Wahl des Ministerpräsidenten aufgestellt. Kindervater trete bereits ab dem ersten Wahlgang an, sagte nach Ablauf der Frist für das Einreichen von Wahlvorschlägen der Thüringer AfD-Landessprecher Stefan Möller.
Kindervater hatte sich bereits am Wochenende mit einem Schreiben an CDU, FDP und AfD selbst ins Spiel gebracht. Er ist nach eigenen Angaben parteilos.
Keine Mehrheit
Mit ihrem Wahlvorschlag wolle die AfD zeigen, wie man eine Neuauflage eines rot-rot-grünen Regierungsbündnisses in Thüringen verhindere, sagte Möller. In Thüringen soll am Mittwoch ein neuer Ministerpräsident gewählt werden. Kindervater ist der bundesweit erste Ministerpräsidentenkandidat, der auf einem AfD-Ticket antritt.
Kindervater ist ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Sundhausen (Unstrut-Hainich-Kreis) im Nordwesten Thüringens. Sowohl CDU als auch FDP hatten stets ausgeschlossen, einen AfD-Kandidaten mittragen zu wollen. Der bisherige Amtsinhaber Bodo Ramelow (Linke) stellt sich zur Wiederwahl. Mit seinem angepeilten rot-rot-grünen Bündnis hat Ramelow aber keine Mehrheit im Parlament. Linke, SPD und Grüne kommen nur auf 42 der 90 Sitze. Im dritten Wahlgang könnte der 63-Jährige aber mit relativer Mehrheit gewählt werden. In diesem Wahlgang sind nach Angaben eines Landtagssprechers auch spontane Kandidaturen möglich.