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Prognosen: Iohannis bleibt Rumäniens Präsident

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Präsidentschaftswahl - Prognosen: Iohannis bleibt Rumäniens Präsident

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Der deutschstämmige Klaus Iohannis bekommt wohl eine zweite Amtszeit - und könnte den proeuropäischen Kurs Rumäniens weiterführen. Das dürfte für ihn einfacher werden als bislang.

praesidentenwahl in rumaenien
Klaus Iohannis bleibt wohl Präsident in Rumänien - das sagen die Prognosen. Unter ihm dürfte der EU-freundliche Kurs von Rumänien weitergeführt werden.
Quelle: dpa

Klaus Iohannis erhielt laut Wählerbefragung des Meinungsforschungsinstituts Ires vom Sonntagabend rund 65 Prozent der Stimmen und lag damit deutlich vor seiner sozialdemokratischen Gegenkandidatin Viorica Dancila, die auf rund 35 Prozent kam. Der von der bürgerlichen Regierungspartei PNL unterstützte Iohannis gilt als bürgerlich und Pro-Europäer.

Die Wahlbeteiligung lag nach Angaben des Zentralen Wahlbüros in Bukarest kurz vor Schluss der Wahllokale bei rund 50 Prozent. Sie fiel damit auf den niedrigsten Stand seit dem Ende des Kommunismus vor 30 Jahren. Allerdings gingen erstmals fast eine Million im Ausland lebende Rumänen zu den Urnen. Die Regierung hatte die Abstimmungsbedingungen an den Konsulaten erleichtert.

Letzte Regierung Anfang November gestürzt

Sollte sich das Ergebnis bestätigen, hätte Rumänien erstmals seit langer Zeit wieder Aussicht auf eine harmonische Regierungsarbeit. In seiner ersten Amtszeit stand der 60-jährige Iohannis im Dauerkonflikt mit den wechselnden sozialdemokratischen Regierungen. Die letzte Regierung unter Dancila wurde per Misstrauensvotum gestürzt und musste am 4. November abtreten. 

Viorica Dancila
Kern der Konflikte in Rumänien war das Bestreben von Dancilas Partei PSD, das Strafrecht zugunsten korruptionsverdächtiger Politiker aufzuweichen. Das kritisierte Iohannis, aber auch die EU-Kommission.
Quelle: ap

Iohannis will Unabhängigkeit der Justiz verbessern

Zusammen mit der neuen bürgerlichen Regierung des PNL-Vorsitzenden Ludovic Orban will Iohannis nun die Unabhängigkeit der Justiz weiter konsolidieren und sich um bisher vernachlässigte Bereiche kümmern: mehr Investoren anziehen, EU-Gelder besser abrufen, die Infrastruktur verbessern und die Misere der öffentlichen Dienstleistungen beseitigen.

Der Siebenbürger Sachse Iohannis war im ersten Wahlgang vor zwei Wochen mit 37,82 Prozent der Stimmen auf Platz eins gekommen, hatte aber die absolute Mehrheit verfehlt. Daher musste er sich einer Stichwahl gegen die mit 22,26 Prozent zweitplatzierte Sozialdemokratin Dancila stellen. Dancila war zum Thema Justiz auf Konfrontationskurs mit der EU gegangen. 

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