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Waldbrand in Brandenburg - "Noch jede Menge Glutnester"

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Waren Brandstifter am Werk? Die Behörden in Brandenburg zumindest gehen "Hinweisen" nach. Derweil dürfte der riesige Waldbrand dort die Einsatzkräfte noch eine Weile beschäftigen.

Die Löscharbeiten in den Wäldern südwestlich von Berlin dauern an. Wie es zu dem Feuer kam, ist weiter unklar. Allerdings mehren sich die Hinweise, dass Brände gelegt worden sein könnten.

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Die Löscharbeiten in den Wäldern südwestlich von Berlin dauern auch zu Wochenbeginn an. "Wir haben noch einmal viele Kräfte angefordert", sagte eine Sprecherin des Landkreises Potsdam-Mittelmark. Sie rechne damit, dass der riesige Waldbrand vor den Toren der Hauptstadt die Feuerwehren noch gut eine Woche beschäftigen werde. "Leider ist kein Regen in Sicht." Nach ihren Angaben flammt das Feuer immer wieder auf. "Wir haben noch jede Menge Glutnester." Es brennt seit vergangenen Donnerstag.

Polizei warnt vor Betreten der Wälder

Die Zahl der Einsatzkräfte soll aber weiter reduziert werden. Am Vormittag kämpften noch rund 240 Helfer gegen Glutnester in dem etwa 400 Hektar großen Brandgebiet, teilte der Kreis Potsdam-Mittelmark mit. Die Hubschrauber von Bundeswehr und Bundespolizei seien inzwischen abgezogen worden. Der Räumpanzer der Bundeswehr sollte noch bis Montagmittag Schneisen in den Wald brechen, damit die Feuerwehrleute besser an Glutherde herankommen. Eine gesperrte Bahnstrecke zwischen Berlin-Wannsee und Jüterbog wurde am frühen Morgen wieder freigegeben.

Die Polizei warnte auf Twitter davor, die betroffenen Wälder zu betreten. Landkreis-Sprecherin Andrea Metzler erklärte, es gebe dort Munitionsreste, zudem könnten Bäume nach dem Brand plötzlich umfallen. Wichtige Straßen sind zwar von der Polizei gesperrt, die vielen kleineren Waldwege können aber nicht immer überwacht werden.

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Waren Brandstifter am Werk?

Derweil gehen die Ermittler weiter der Frage nach, weshalb es zu den Bränden kommen konnte. Da der Brand nahe Treuenbrietzen an drei Stellen gleichzeitig ausgebrochen war, könne eine Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden, hieß es aus dem Brandenburger Innenministerium. Minister Karl-Heinz Schröter zufolge liegen auch "weitere Hinweise" vor. Welche Hinweise gemeint seien, erläuterte das Ministerium zunächst nicht.

Der Waldbrand ist Experten zufolge der größte in Brandenburg seit vielen Jahren. Mindestens seit dem Jahr 2000 habe es in dem Bundesland keinen Waldbrand auf 400 Hektar wie den in Treuenbrietzen gegeben, sagte der Waldbrandschutzbeauftragte Raimund Engel. Das Feuer erinnere an große Feuer in der Zeit Anfang der 1990er.

Nah am Wald gebaut

Insgesamt habe es seit Jahresbeginn 430 Brände in Wäldern gegeben, so Engel. Als Konsequenz daraus müsse die Frage gestellt werden: "Wie kann es sein, dass man so nah an den Wald herangebaut hat?" Zudem müsse auch der Ausbau von Waldwegen in den Blick genommen werden. Feuerwehren hatten zuletzt Probleme, an die Brandflächen im Wald zu kommen.

Am Sonntag beschäftigte ein weiteres Feuer die Einsatzkräfte. Am Abend brannten etwa 240 Hektar Wald auf einem ehemaligen Schießplatz bei Jüterbog, wie das Ordnungsamt der Stadt im Landkreis Teltow-Fläming mitteilte. Das Feuer habe sich schnell ausgebreitet. Der Brandort befindet sich nach Angaben der Stadt "ganz in der Nähe" des Großbrandes bei Treuenbrietzen. Auf dem militärischen Gelände war es bereits Ende Juli zu einem Brand gekommen, wie Engel schilderte.

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