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Tausende fliehen vor Waldbränden

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Kalifornien - Tausende fliehen vor Waldbränden

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Waldbrände im Norden und Süden Kaliforniens treiben Tausende Menschen in die Flucht. Flammen nahe Los Angeles bedrohen Promi-Viertel - auch Schwarzenegger musste sein Haus räumen.

Verheerende Waldbrände am Freeway 405 im Norden von Los Angeles, Kalifornien
Verheerende Waldbrände am Freeway 405 im Norden von Los Angeles, Kalifornien
Quelle: Reuters

Die seit Tagen wütenden Feuer in Kalifornien richten weiter Schäden an und treiben Menschen aus ihren Häusern. Im Westen von Los Angeles mussten am Montag Wohngebiete schnell geräumt werden, auch Prominente waren betroffen. Der Action-Star und ehemalige kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger musste eigenen Angaben zufolge sein Haus in Brentwood verlassen. Befolgt die Evakuierungsanordnungen, mahnte der Schauspieler auf Twitter. Er dankte den "besten Feuerwehrleuten in der Welt". Sie seien die wahren Action-Helden.

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Eine für Montagabend in Los Angeles geplante Premiere des neuesten Schwarzenegger-Films "Terminator: Dark Fate" wurde wegen des Feuers abgesagt. Das für die Party vorgesehene Essen werde dem Roten Kreuz gespendet, das den von den Bränden betroffenen Menschen helfe, erklärte das Filmstudio Paramount.

Auch Basketball-Superstar LeBron James und Regisseur David O. Russell waren von den Räumungen betroffen. "Mann, diese Brände in Los Angeles sind kein Spaß", schrieb James, der Superstar der Los Angeles Lakers. "Wir mussten mein Haus not-evakuieren und ich fahre jetzt mit meiner Familie herum und suche Zimmer. Bislang haben wir kein Glück." Später schrieb James, er habe eine Bleibe gefunden.

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In den Hügeln nahe der Metropole Los Angeles wurden am Montag mehrere große Häuser zerstört, Tausende mussten fliehen. Die Flammen griffen nahe dem Getty Museum in dem Vorort Brentwood um sich. Starker Wind fachte das Feuer immer wieder an. Rund 1.100 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um die Flammen einzudämmen, die rund 10.000 Gebäude bedrohten - darunter eine Reihe von Luxusvillen. Das Getty-Museum erklärte, die Kunstwerke im Inneren des Gebäudes seien in Sicherheit.

Zeitweise musste eine viel befahrene Autobahn gesperrt werden. Mehr als 600 Feuerwehrleuten sei es aber gelungen, ein weiteres Ausbreiten der Flammen zu verhindern, teilte der Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti, am Montagnachmittag (Ortszeit) mit. Nach ersten Schätzungen wurden acht Häuser zerstört.

"Kincade"-Feuer zerstört Weinbaugebiete

Am größten ist derzeit das "Kincade"-Feuer im Sonoma County, einer Weinbauregion rund 120 Kilometer nördlich von San Francisco. Die Flammen breiteten sich dort auf einer Fläche von mehr als 250 Quadratkilometern aus. Fast 100 Gebäude brannten ab, darunter Wohnhäuser und auch einige Weingüter. Mehr als 4.000 Helfer waren am Montag im Einsatz. Ein Feuerwehrmann wurde ernsthaft verletzt, sei jedoch in stabilem Zustand, teilten die Behörden mit.

Rund 185.000 Menschen waren in Nordkalifornien aufgerufen, ihre Häuser zeitweise zu verlassen. Am Montag gab die Feuerwehr für einige Anwohner grünes Licht, in ihre Ortschaften zurückzukehren. Abflauende Winde halfen den Einsatzteams, das Feuer an einigen Stellen unter Kontrolle zu bringen. Der Nationale Wetterdienst warnte allerdings vor weiteren Starkwinden bei gleichzeitig niedriger Luftfeuchtigkeit, die am Dienstag wieder einsetzen könnten.

Millionen Menschen weiter ohne Strom

Etwa 2,2 Millionen Menschen im Norden des Bundesstaats waren am Montag weiter ohne Strom, nachdem der Energieversorger Pacific Gas & Electric (PG&E) ihn am Wochenende vorsichtshalber abgeschaltet hatte, um neue Brände durch Funkenflug zu verhindern. Bei starken Winden droht die Gefahr, dass Strommasten umstürzen oder Äste Leitungen abreißen und somit Feuer auslösen. Auch der Waldbrand in der nordkalifornischen Ortschaft Paradise, der im November vergangenen Jahres 85 Menschen das Leben gekostet hatte, soll durch defekte Stromleitungen verursacht worden sein.

Offenbar haben Stromleitungen des Energieversorgers auch zwei Brände in der Bucht von San Francisco am Wochenende ausgelöst. Der Konzern meldete die Vorfälle in der Nähe der Stadt Lafayette am Montag (Ortszeit) an die staatlichen Stellen. Am Sonntagnachmittag sei ein Mitarbeiter zum ersten Feuer gerufen und informiert worden, Feuerwehrleute gingen von einer Strom- und einer Kommunikationsleitung als Brandursache aus. Beim zweiten Feuer danach hätten Feuerwehrleute einem Mitarbeiter gesagt, die Flammen seien möglicherweise durch eine Panne an einem Trafo entstanden.

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