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Fragen und Antworten - So vermeiden Sie Waldbrände

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Hitze und Trockenheit sorgen in Europa für Waldbrände. Auch in Deutschland ist die Gefahr groß: Die wichtigsten Verhaltensweisen, um Flächenbrände zu verhindern.

Ein Schild vom Forst Brandenburg mit der Aufschrift "Achtung Waldbrandgefahr! Notruf 112"
Ein Schild vom Forst Brandenburg mit der Aufschrift "Achtung Waldbrandgefahr! Notruf 112" Quelle: dpa

Jedes Jahr werden in Deutschland rund tausend Waldbrände registriert, die Schäden summieren sich auf etwa anderthalb Millionen Euro. In sehr trockenen Jahren kann dies noch mehr sein. In Brandenburg zum Beispiel mussten die Feuerwehren in diesem Sommer bereits zu rund 200 Waldbränden ausrücken - 2017 waren es insgesamt nur 138 Waldbrände. Die Forstleute dort hoffen, dass dieses Jahr nicht wieder ein so extremes Waldbrandjahr wird wie im Jahrhundertsommer 2003 (697 Waldbrände) oder 2006 (368).

So können Sie mithelfen, Flächenbrände zu verhindern - und zwar natürlich nicht nur in Brandenburg:

Rauchen verboten

Von März bis Oktober gilt ein generelles Rauchverbot in den deutschen Wäldern. In Berlin, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern ist das Rauchen im Wald das ganze Jahr über untersagt. Auch achtlos weggeworfene Glasflaschen, Scherben oder Folien können wie Brenngläser wirken und Feuer entfachen.

Feuer nur an gekennzeichneten Stellen

Offenes Lagerfeuer und Grillen ist nur an besonders gekennzeichneten Feuerstellen erlaubt. Ansonsten darf im Wald und in der Regel in einer Entfernung von 100 Metern zum Waldrand, in einigen Bundesländern nicht unter 50 Metern Abstand, kein Feuer entfacht werden.

Autofahrer als Ursache

Autofahrer sollten keinesfalls Zigarettenkippen aus dem Fenster werfen - genauso wenig sollten Fußgänger und Radfahrer Kippen einfach auf den Boden werfen. Denn das kann schnell einen Brand auslösen - davon abgesehen verbietet es die gute Kinderstube und der Umweltschutz.

Beim Ausflug in die Natur sollten Autofahrer zudem nur ausgewiesene Parkplätze benutzen. Denn Grasflächen können sich auch durch heiße Auspuffanlagen oder Katalysatoren von Fahrzeugen, die etwa auf einer trockenenen Wiese oder am Seitenrand über trockenem Gestrüpp stehen, schnell entzünden.

Warnschilder beachten

In besonders gefährdeten Gebieten warnen Schilder vor Waldbrandgefahr. In Brandenburg und Sachsen-Anhalt zum Beispiel können die Forstbehörden bei hoher Waldbrandgefahr den Wald oder bestimmte Flächen sperren. Das wird durch entsprechende Schilder gekennzeichnet.

Strafen bis zu 50.000 Euro

Nach dem Strafgesetzbuch ist die fahrlässige und vorsätzliche Brandstiftung allgemein strafbar. Sehr schwere Fälle können mit Gefängnis bestraft werden. Die Waldgesetze der einzelnen Bundesländer regeln außerdem Strafen für diejenigen, die gegen die Vorschriften verstoßen und beim Zündeln erwischt werden. Das bloße Anzünden einer Zigarette zum Beispiel kann Raucher ein Bußgeld zwischen 80 und 100 Euro kosten. In Berlin sieht das Landeswaldgesetz sogar Strafen bis zu 50.000 Euro vor.

Bei Bränden: 112 wählen

Bei einem Wald- oder Flurbrand muss sofort die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 oder eine Polizeidienststelle unter der Notrufnummer 110 alarmiert werden. Dabei sollten möglichst der genaue Brandort, das Ausmaß und die Art des Feuers - also ob es am Boden oder in den Wipfeln brennt - und der eigene Standort angegeben werden. Eigene Löschversuche können eine Ausbreitung der Flammen verhindern, allerdings sollte sich niemand unnötig in Gefahr bringen.

Haftpflicht zahlt bei unbeabsichtigter Brandstiftung

Wer einen Waldbrand verursacht, sollte unbedingt eine private Haftpflichtversicherung haben. Die übernimmt je nach Einzelfall den Schaden. In der Haftpflicht ist lediglich vorsätzliches Handeln ausgeschlossen und somit nicht versichert. Grobe Fahrlässigkeit ist hingegen inbegriffen. Fahrlässigkeit heißt, dass jemand einen Schaden zwar nicht willentlich herbeiführt, aber die erforderliche Sorgfalt außer Acht lässt. Je nach Schwere der Mitschuld wird zwischen einfacher und grober Fahrlässigkeit unterschieden.

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