Sie sind hier:

Tarifstreit - IG Metall startet Warnstreiks

Datum:

Verhärtete Fronten im Metall-Tarifstreit. Zankapfel: die Gewerkschafts-Forderung nach einer möglichen 28-Stundenwoche. Jetzt macht die IG Metall mit einer Warnstreikwelle Druck.

Die Gewerkschaft fordert neben sechs Prozent mehr Lohn, dass Arbeitnehmer auf 28 Stunden reduzieren können, wenn sie Angehörige pflegen oder Kinder betreuen. Die Arbeitgeberseite lehnt das bislang ab. Die Warnstreiks sollen noch die ganze Woche dauern.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

In der Nacht haben nach Angaben der Gewerkschaft Beschäftigte im nordrhein-westfälischen Iserlohn und im bayerischen Aschaffenburg vorübergehend die Arbeit niedergelegt. "Ab heute wird es bundesweite Warnstreiks geben", kündigte eine Sprecherin der Gewerkschaft am Morgen an. Arbeitsniederlegungen seien in allen Bezirken geplant.

Nach Angaben eines IG-Metall-Sprechers waren in Aschaffenburg rund 65 Mitarbeiter beteiligt. In Iserlohn nahmen einer Sprecherin zufolge rund 100 Arbeiter eines Betriebs an einem Warnstreik teil.

IG Metall: Sechs Prozent mehr Geld und verkürzte Arbeitszeit

Im Laufe des Montags sollten Kundgebungen unter anderem bei Porsche in Baden-Württemberg, in mehreren Städten Nordrhein-Westfalens sowie in Ostdeutschland folgen. Unter anderem plant die Gewerkschaft Warnstreiks bei Otis in Berlin, Bombardier in Brandenburg und Volkswagen in Chemnitz. Auch an der Küste sowie im Tarifbezirk Mitte sind Kundgebungen geplant. Erste vereinzelte Warnstreikaktionen hatte es bereits in der vergangenen Woche gegeben.

Die IG Metall fordert sechs Prozent mehr Geld und für alle 3,9 Millionen Beschäftigten die Option, ihre Arbeitszeit befristet auf 28 Wochenstunden absenken zu können. Schichtarbeiter, Eltern junger Kinder sowie pflegende Familienangehörige sollen zusätzlich einen Teillohnausgleich erhalten, wenn sie ihre Arbeitszeit reduzieren.

Besonders die letzte Forderung lehnen die Arbeitgeber scharf ab und bezeichnen sie als illegal. Daraus entstünden Ungleichbehandlungen gegenüber Mitarbeitern, die jetzt schon ohne Ausgleich in Teilzeit arbeiten.

Arbeitgeber: Zwei Prozent und mehr Flexibilität

Sie haben bislang Lohnzuwächse von zwei Prozent plus einer Einmalzahlung angeboten und eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten nach oben verlangt. Die nächsten Verhandlungen finden am kommenden Donnerstag im Tarifbezirk Baden-Württemberg statt.

Leipzigs IG-Metall-Chef Bernd Kruppa sagte der "Leipziger Volkszeitung": "Unsere Forderungen sind wirtschaftlich sinnvoll, bezahlbar und die richtigen Antworten auf eine moderne Arbeitswelt." Die Wirtschaft brumme, die Auftragsbücher seien voll, die Prognosen für 2018 seien gut.

Die Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie hier.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.