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Defekt an Winde vermutet - Wartungsgondel abgestürzt - drei Tote

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Bei Wartungsarbeiten an einem Sendemast in Hessen stürzt eine Wartungsgondel 50 Meter in die Tiefe. Die drei Insassen sterben. Ursache war offenbar ein technischer Defekt.

Weiträumig abgesperrt ist die Unglücksstelle rund um einen Funkmast auf dem Hohen Meissner
Tragischer Unfall bei Wartungsarbeiten: Funkmast auf dem Hohen Meißner
Quelle: dpa

Die Mitarbeiter einer Berliner Firma stürzten 50 Meter in die Tiefe auf eine Asphaltfläche. Die Männer wurden durch den Aufprall tödlich verletzt und starben noch am Unfallort. Sie waren schon seit einigen Tagen mit Wartungsarbeiten auf dem Gelände des Hessischen Rundfunks beschäftigt gewesen.

Offenbar Seilwinde defekt

Nach bisherigen Ermittlungen soll es einen technischen Defekt im Bereich der Seilwinde gegeben haben. Der 220 Meter hohe Sendemast steht auf dem Berg Hoher Meißner im Werra-Meißner-Kreis. Für die Arbeiten war vom Boden aus diagonal ein Stahlseil zum Mast gespannt worden. Doch in einer Höhe von 50 Metern kam es aus bislang nicht geklärter Ursache zu Komplikationen. Die Gondel hing zunächst freischwingend am Seil und stürzte dann zu Boden.

Weiträumig abgesperrt ist die Unglücksstelle rund um einen Funkmast auf dem Hohen Meissner
Weiträumig abgesperrt: Unglücksstelle rund um den Funkmast auf dem Hohen Meissner
Quelle: dpa

Bodenpersonal der Firma habe den Absturz beobachtet und Hilfe gerufen, erklärten die Ermittler. Sie werden durch ein Kriseninterventionsteam betreut. Die Einsatzkräfte sperrten die Zufahrt zu dem Gelände ab. Die Kriminalpolizei und das Amt für Arbeitsschutz des Regierungspräsidiums Nordhessen nahmen Ermittlungen auf. Der Unfallort wurde mit einer Drohne abfotografiert.

Drei bis zu 220 Meter hohe Sendemasten

Der Hohe Meißner ist ein Mittelgebirge, das gut 30 Kilometer südöstlich von Kassel liegt. Er gilt auch als beliebtes Ausflugsziel. Der "Sender Hoher Meißner" ist ein wichtiger Sendestandort des Hessischen Rundfunks. Nach einem Bericht von hessenschau.de war eine Firma mit den Wartungsarbeiten beauftragt worden. Die Sendeanlage war 1955 in Betrieb genommen worden. Der hr strahlt darüber sein Fernseh- und sein Radioprogramm aus. Die Anlage besteht derzeit aus drei Masten, die bis zu 220 Meter hoch sind. Der Unfall ereignete sich an dem höchsten der drei Sendemasten.

Der Hessische Rundfunk zeigte sich von dem Unglück betroffen. Intendant Manfred Krupp erklärte: "Dieser tragische Unfall hat bei uns allen große Bestürzung ausgelöst. Unsere Gedanken sind bei den Familien der Opfer. Wir werden alles dazu beitragen, dass der tragische Vorfall umfassend aufgeklärt wird."

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