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Spielejahr 2017 - Spiele und Konsolen: Tops und Flops des Jahres 2017

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Starke Indie-Spiele, eineinhalb neue Konsolen, interessante Stories und hohe Qualität: 2017 kamen erwachsene Gamer voll auf ihre Kosten. Ein Überblick über Tops und Flops.

Jedes Gamer-Jahr besteht aus Fixpunkten. Erst kommen die Neuankündigungen der Spielemessen E3 und Gamescom, die einem den Mund wässrig machen. Im Jahresverlauf lauern Vielspieler dann auf die Fortsetzungen ihrer Lieblings-Spieleserien. Und zu guter Letzt folgt die Weihnachtssaison, in der die Industrie versucht, ihre Blockbuster rechtzeitig unter den Weihnachtsbaum zu bringen. Auch 2017 ist das nicht anders: "Call of Duty World War II", "Assassin's Creed Origins" oder "Wolfenstein 2: The New Colossus" liegen pünktlich zum Start der Geschenkesaison in den Regalen.

Eineinhalb neue Konsolen

Wenn aber alles läuft wir immer, warum jubelt die Fachpresse über ein besonders gelungenes Spielejahr 2017? Jörg Langer, Chefredakteur von GamersGlobal, sieht da mehrere Gründe. Der erste sind die neuen Konsolen.

Laut Langer feiert Nintendo, deren Wii-U-Konsole wie Blei in den Regalen lag, mit der Switch Erfolge. "Das liegt daran, dass die Switch tatsächlich eine praxistaugliche 'Hybrid-Konsole' geworden ist, die sowohl am heimischen Fernseher als auch unterwegs funktioniert. Schon im ersten Jahr erschienen echte spielerische Schwergewichte wie 'Zelda' oder 'Super Mario Odyssey' für die Konsole."

Für die "halbe" Konsole ist Microsoft zuständig: Ihre "Xbox One X" ist kompatibel zum Vorgänger "Xbox One", bringt jedoch mehr Leistung und 4K-Auflösung. Sie soll Sonys PlayStation Pro Konkurrenz machen.

Vom Erstarken der Indies

Da Budgets für Spiele-Blockbuster gerne durch die Decke gehen, gehen die Hersteller inhaltliche Experimente äußerst zaghaft an: "Bloß nicht die Zielgruppe überfordern mit ernsten Themen oder anspruchsvollen Plots", zitiert Jörg Langer die Maxime der Hersteller. Viel mehr wird Wert darauf gelegt, die Spiele optisch noch anspruchsvoller zu machen.

Doch was erfahrene Gamer fast noch mehr lieben als üppige Aufmachung, sind die kleinen Spiele-Überraschungen aus der Indie-Szene. Und von denen gab 2017 einige. "Cuphead" beispielsweise, das aussieht, als entstamme es aus dem Skizzenbuch von Walt Disney. Oder der Indie-Hit "Player Unknown's Battlegrounds". "100 Spieler springen per Fallschirm über einer Insel ab, nur einer kann überleben", erläutert Langer das Spielprinzip. "Also sucht man Waffen, versteckt sich, und versucht, im immer kleiner werdenden sicheren Gebiet zu bleiben - bis einer übrig bleibt."

Zu wenig, meist enttäuschend: VR und Apps

Doch nicht alles lief 2017 rund. Wer dieses Jahr seine VR-Brille vor Konsole oder PC ausführen wollte, musste im Sommer lange darben. "Nach dem starkem Beginn mit 'Resident Evil 7' gab es erst erst kurz vor Weihnachten Nachschub", meint Langer. "Erst zu Weihnachten hat Hersteller Bethesda seine älteren Spielehits wie 'Skyrim' und 'Doom' für VR herausgebracht. Die sind - je nach Eingabegerät und Plattform - mäßig bis gut ausgefallen." 

Lediglich Spiele-Apps blieben, so Langer, hinter den Erwartungen zurück: "Hier gibt es immer weniger Spiele, die man Genießern empfehlen kann, und leider immer mehr tumbe Free-to-Play-Angebote."

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