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Klimaschutz im Alltag - Was jeder für den Regenwald tun kann

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Die Welt ist ein vernetztes System: Wenn es in Brasilien brennt, betrifft das auch die Europäer. Umgekehrt kann man auch hier was tun, um den Regenwald zu schützen. Fünf Beispiele.

1. Weniger Fleisch essen

Person kauft Fleisch in einem Supermarkt ein.

Wer Fleisch isst, schadet dem Regenwald - auch wenn es sich nicht um ein brasilianisches Steak handelt. "Natürlich hat auch unser Handeln in Deutschland viel mit dem Verlust des Regenwaldes zu tun", sagt der Professor für Welternährungswirtschaft an der Universität Göttingen, Matin Qaim. "Zum Beispiel importieren wir große Mengen Soja als Futtermittel für unsere Rinder und Schweine, und der steigende Sojaanbau trägt in Brasilien mit zur Regenwaldrodung bei." Tom Kirschey vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) sagt: "Wir haben, auch wenn wir regional produziertes Fleisch konsumieren, immer auch brasilianischen Regenwald mit auf dem Teller."

2. Recycling-Toilettenpapier

Toilette
Quelle: dpa

Laut NABU "haben wir heute im täglichen Bedarf einen ziemlich hohen Papierverbrauch". Kirschey empfiehlt daher, "insbesondere bei klinischen Produkten wie Toilettenpapier, - wo immer möglich - Recycling-Papier zu verwenden". Auch das reduziere den Druck auf den Amazonas.

3. Möbel aus heimischer Produktion

Baumstämme liegen auf einem Haufen in einer Waldlichtung, aufgenommen am 30.07.2018 in Herford
Quelle: dpa

Der NABU rät zu Holzmöbeln aus heimischer Produktion, um die Abholzung in den Tropen nicht zu unterstützen. Insbesondere Produkte, die mit dem FSC-Label ausgezeichnet sind, seien empfehlenswert, sagt Kirschey. Sie versprechen einen schonenden Umgang mit dem Wald. Außerdem ist der kürzere Transport des heimischen Holzes gut für die Umwelt.

4. Grillkohle aus deutscher Produktion

Glühende Holzkohle liegt auf einem Grill.
Quelle: imago/Eibner

In den Regenwäldern wird auch Grillkohle produziert. "Viel dieser Holzkohle wird auch im Amazonasgebiet gewonnen - sozusagen in Form von Brandrodung", sagt Kirschey. "Das ist ein großes Problem." Wer darauf achte, dass seine Grillkohle aus heimischer Produktion stamme, könne "auf jeden Fall die Belastung für das Amazonasgebiet reduzieren".

5. Recycling von Elektroartikeln

Elektrogeräte auf einem Recyclinghof.
Quelle: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Im Amazonasgebiet gibt es auch viele Bodenschätze. Dort würden Rohstoffe für Elektronikartikel gewonnen, insbesondere seltene Erden wie Coltan, sagt Kirschey. "Dafür verschwinden auch Regenwälder." Er rät deshalb: schonend mit Elektronikartikeln umgehen sowie Handys und Tablets recyceln. So nimmt die Deutsche Umwelthilfe alte Handys entgegen - per Post oder an Sammelstellen.

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