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Wegen Mordverdachts - Nach Stoß ins Gleisbett: Täter in U-Haft

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Völlig unerwartet schubst ein Mann eine Frau in Voerde in ein Gleisbett. Die 34-Jährige stirbt noch am Tatort. Der Täter sitzt nun in U-Haft.

Die Tatgeschah am Bahnhof im niederrheinischen Voerde.
Die Tatgeschah am Bahnhof im niederrheinischen Voerde.
Quelle: Christoph Reichwein/dpa

Einen Tag nach einem tödlichen Schubser vor einen einfahrenden Zug im Bahnhof in Voerde hat das Amtsgericht Duisburg Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Der beschuldigte 28-Jährige soll laut Staatsanwaltschaft eine 34-jährige Frau aus Voerde heimtückisch und aus Mordlust am Samstag ins Gleisbett vor einen einfahrenden Zug gestoßen haben. Das erklärten Polizei und Staatsanwaltschaft. Täter und Opfer kannten sich demnach vor dem Angriff am Samstagmorgen nicht. Auch gab es auf dem Bahnsteig in dem Ort am Niederrhein keinen Streit zwischen den beiden, so die Auskunft der Ermittler.

Tatverdächtiger polizeibekannt

Nach Angaben der Polizei stammt der Tatverdächtige aus Hamminkeln im Kreis Wesel und ist dort bei den Ermittlern bekannt. Gegenüber Polizei und Haftrichter habe sich der 28-Jährige bislang nicht zu dem Vorwurf geäußert, sagte Marie Fahlbusch von der Staatsanwaltschaft Duisburg am Sonntag.

Trotz der Rettungsbemühungen war die Frau nach Angaben der Polizei noch am Ort gestorben. Eine Mordkommission übernahm die Ermittlungen. Für die Spurensicherung wurde die Bahnstrecke mehrere Stunden lang gesperrt.

Bahnsteig-Schubser sorgen für Entsetzen

Bundesweit sorgen ähnliche Fälle immer wieder für Entsetzen. Im September 2018 hatte in Köln ein 18-Jähriger einen Mann (43) nach einem Streit auf die Gleise gestoßen. Nur durch Zufall wurde das Opfer nicht verletzt. Das Video einer Überwachungskamera hatte die Tat dokumentiert. 2016 starb in Berlin eine 20-Jährige, nachdem sie von einem ihr unbekannten psychisch Kranken vor eine einfahrende U-Bahn gestoßen wurde. Ebenfalls in Berlin wurde im März 2019 ein 34-Jähriger zuerst angerempelt und dann ins Gleisbett geschubst. Dabei brach er sich einen Halswirbel. Bevor der Täter flüchtete, zog er das Opfer noch zurück auf den Bahnsteig und verhinderte so Schlimmeres.

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