Sie sind hier:

Wegen Sexualverbrechen - Weinstein-Strafmaß wird verkündet

Datum:

Schuldig gesprochen ist der frühere Hollywood-Produzent Harvey Weinstein bereits wegen Sexualverbrechen. Nun wird das Strafmaß erwartet - ihm drohen bis zu 29 Jahre Haft.

Harvey Weinstein drohen 29 Jahre Gefängnis. Archivbild
Harvey Weinstein drohen 29 Jahre Gefängnis. Archivbild
Quelle: Mark Lennihan/AP/dpa

Rund zwei Wochen nach dem Schuldspruch gegen den früheren Hollywood-Filmproduzenten Harvey Weinstein wegen Sexualverbrechen soll heute das Strafmaß verkündet werden.

Dem 67-Jährigen drohen bis zu 29 Jahre Haft. Die Staatsanwaltschaft unterstrich ihre Forderung nach einer harten Strafe. Weinstein habe jahrzehntelang Frauen missbraucht und zeige bisher keine Reue. Die Verteidigung hat bereits angekündigt, in Revision gehen zu wollen.

Weinstein wegen Vergewaltigung verurteilt

Eine Jury sprach Weinstein Ende Februar wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung an zwei Frauen schuldig. Nicht schuldig sei er aber in den beiden schwersten Anklagepunkten des "raubtierhaften sexuellen Angriffs" sowie einem noch schwerwiegenderen Vorwurf bezüglich Vergewaltigung.

In dem aufsehenerregenden Prozess ging es vor allem um zwei Vorwürfe: Weinstein soll 2006 die Produktionsassistentin Mimi Haleyi zum Oralsex gezwungen und die heutige Friseurin Jessica Mann 2013 vergewaltigt haben. Die MeToo-Bewegung feierte das Urteil als Meilenstein, kritisierte aber auch, dass Weinstein nicht in allen Anklagepunkten für schuldig befunden wurde.

Nach dem Urteil war Weinstein nicht wie ursprünglich geplant sofort in das berüchtigte New Yorker Gefängnis Rikers Island gebracht worden, sondern in ein Krankenhaus - zunächst wegen Schmerzen in der Brust und hohen Blutdrucks. Dort unterzog er sich einige Tage später Medienberichten zufolge einer Herzoperation und wurde danach nach Rikers Island gebracht.

Beginn der MeToo-Bewegung

Mehr als 80 Frauen werfen Weinstein sexuelle Übergriffe vor. Die Anschuldigungen gegen den Produzenten, die im Herbst 2017 von der "New York Times" und dem Magazin "New Yorker" veröffentlicht wurden, waren der Anfang der MeToo-Bewegung. Überall auf der Welt erkannten viele Frauen und auch einige Männer ihre eigenen Geschichten in denen der mutmaßlichen Weinstein-Opfer wieder. Sie begannen, diese Geschichten unter dem Schlagwort "Me too" ("Ich auch") zu sammeln.

Die juristischen Kämpfe sind für Weinstein auch nach dem Verfahren in New York nicht zu Ende. In Los Angeles wurde er ebenfalls wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung angeklagt. Auch dort könnte es zum Prozess kommen. Davon abgesehen verhandeln seine Anwälte weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit zivilen Klägerinnen um Entschädigungen.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.