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Jeder vierte Student wohnt zuhause

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Wegen zu hoher Mieten - Jeder vierte Student wohnt zuhause

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Seit Jahren steigt bundesweit der Anteil der Studierenden, die bei Eltern oder Verwandten wohnen. Derzeit sind es fast ein Viertel, die zu Hause wohnen bleiben.

Viele Studenten wohnen noch bei ihren Eltern. Archivbild
Viele Studenten wohnen noch bei ihren Eltern. Die Alternative ist oft zu teuer.
Quelle: Robert Schlesinger/dpa

Wer in einer Großstadt studiert, wohnt oft noch bei den Eltern. Einer Studie des Personalanbieters für Studentenjobs "Studitemps" zufolge leben bundesweit 24,5 Prozent der Studierenden bei Eltern oder Verwandten.

"Wer aus der Großstadt kommt und dort auch zum Studieren bleibt, wohnt einfach weiter bei den Eltern. Die hohen Mieten lassen den Schritt zu mehr Selbstständigkeit oftmals nicht zu", sagte Geschäftsführer Eckhard Köhn. In Frankfurt am Main lebt weit mehr als jeder dritte Studierende zu Hause.

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Die hohen Mieten lassen den Schritt zu mehr Selbstständigkeit oftmals nicht zu.
Eckhard Köhn, Studitemps-Geschäftsführer

Das zeigen aktuelle Zahlen aus dem vergangenen Wintersemester 2018/19. Demnach wohnen 37,2 Prozent der Studierenden in Frankfurt noch zu Hause. Auch in Hamburg (28 Prozent) und München (33,3 Prozent) ist dies die beliebteste Art für Studenten, unterzukommen.

Bundesweit stieg der Anteil der Studierenden, die bei Eltern oder Verwandten wohnen, seit Jahren. Im Wintersemester 2014/15 war das den Angaben zufolge noch etwas mehr als jeder Fünfte (21,4 Prozent). Drei Wintersemester später im Jahr 2017/18 erreichte der Anteil mit 25,1 Prozent einen Höchstwert.

WG-Zimmer sind Alternative

Deutschlandweit ist die Wohngemeinschaft für Studenten den Angaben zufolge die beliebteste Wohnform. Bei WG-Zimmern handele es sich um relativ preisgünstige Lösungen, sagte Köhn.

Hauptgrund für diesen Trend: Die hohen Mieten für Studierende. Sie zahlen derzeit im Schnitt 386,18 Euro Warmmiete für ihre Bleibe von durchschnittlich 28,9 Quadratmetern, wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf die Studie berichteten. Dies entspreche einem Anstieg von 16 Prozent im Vergleich zu vor fünf Jahren. Damals zahlten Studenten demnach im Schnitt 332,43 Euro für 29,3 Quadratmeter.

Am teuersten ist Konstanz

Die Mietpreise wurden für das Wintersemester 2018/19 abgefragt. Allerdings gebe es bei den Mieten je nach Region erhebliche Unterschiede. Tendenziell gelte: Die günstigsten Unistädte liegen in Ostdeutschland, die teuersten in westdeutschen Großstädten. Die Studentenstadt mit den höchsten Mieten sei Konstanz. In der Stadt am Bodensee müssten Studenten im Schnitt 20,12 Euro pro Quadratmeter bezahlen. Am günstigsten sei es in Halle an der Saale mit 11,26 Euro. Dies entspreche einer Differenz von etwa 80 Prozent. Zu den teuersten Städten nach Konstanz zählen demnach München (20,05 Euro), Hamburg (19,27 Euro), Frankfurt (18,74 Euro), Wiesbaden (17,96 Euro) und Berlin (16,53 Euro).

Am günstigsten wohnen Studierende demnach neben Halle in den ostdeutschen Städten Erfurt (11,78 Euro) und Leipzig (12,15 Euro), in Jena würden schon 13,21 Euro verlangt. Vergleichsweise preiswert seien in Westdeutschland die Städte Essen (12,23 Euro) und Kassel (12,27 Euro). Die Studie sei im Rahmen der Befragung "Fachkraft 2030" und in Zusammenarbeit mit der Universität Maastricht entstanden.

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