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Papst ruft zu Selbstlosigkeit auf

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Weihnachtsbotschaft aus Rom - Papst ruft zu Selbstlosigkeit auf

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Der Papst hat die Menschen an Weihnachten zu selbstloser Mitmenschlichkeit aufgerufen. Heute spendet er den Segen Urbi et Orbi. Auch in Bethlehem kamen Tausende Gläubige zusammen.

Papst bei Christmette in Rom
Papst Franziskus bei der Christmette im Petersdom

Bei der traditionellen Christmette im Petersdom hat Papst Franziskus die Menschen zu selbstloser Mitmenschlichkeit aufgerufen. "Warten auch wir nicht darauf, dass der Nächste rechtschaffen wird, um ihm Gutes zu tun, dass die Kirche vollkommen sei, um sie zu lieben, dass die anderen dafür, dass wir ihnen dienen, uns achten. Fangen wir an", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche bei der traditionellen Christmette am Dienstabend im Petersdom in Rom. In der Geburtskirche in Bethlehem wagte Erzbischof Pierbattista Pizzaballa einen Vergleich der Zeit Christi mit der heutigen Welt - und sah kaum Unterschiede.

Zu Heiligabend hob Franziskus die Bedeutung der Weihnachtsbotschaft hervor. "Weihnachten erinnert uns, dass Gott fortfährt, jeden Menschen zu lieben, auch den schlimmsten", sagte er. Christen feiern an Weihnachten die Geburt des Religionsstifters Jesus Christus, in dem nach christlichem Glauben Gott Mensch wurde. "In Jesus hat sich Gott zum Kind gemacht, um sich von uns umarmen zu lassen", sagte der Papst.

Papst spendet Segen "Urbi et Orbi"

Gottes Liebe zu den Menschen sei nicht an Bedingungen geknüpft. "Wie oft denken wir, dass Gott gut ist, wenn wir gut sind, und dass er uns straft, wenn wir böse sind. So ist es nicht", sagte Franziskus.

Franziskus betrat die Basilika kurz vor 21.30 Uhr hinter einer Prozession goldgewandeter Kardinäle. Vor Beginn der Messe enthüllte er eine Christkindfigur. Zwölf Kinder aus Italien, Japan, Venezuela, Kenia, Uganda, den Philippinen und dem Irak legten Blumen rundherum.

Für Franziskus, der in der vorigen Woche 83 Jahre alt wurde, ist es die siebte Weihnachtsfeier als Oberhaupt der katholischen Kirche. Der frühere Erzbischof von Buenos Aires war im März 2013 als Nachfolger des zurückgetretenen Benedikt XVI. zum Pontifex gewählt worden. Den traditionellen päpstlichen Segen "Urbi et Orbi" spendet er am Mittwoch, dem ersten Weihnachtsfeiertag.

Palästinenserpräsident Abbas bei Feierlichkeiten in Bethlehem

Auch in Bethlehem, der Geburtsstadt Jesu Christi im Westjordanland, kamen am Heiligabend tausende Christen zu den Weihnachtsfeiern zusammen. Auf dem Manger-Platz vor der Geburtskirche erklangen aus Lautsprechern Weihnachtslieder auf Arabisch. Palästinensische Pfadfinder schlugen vor einem 15 Meter hohen Weihnachtsbaum ihre Trommeln.

Erzbischof Pierbattista Pizzaballa begrüßte viele Gläubige in Bethlehem mit Handschlag. Er hatte für die Teilnahme an den Feierlichkeiten den israelischen Sperrwall passieren müssen, der die Geburtsstadt Christi von dem nur wenige Kilometer entfernten Jerusalem trennt.

Es sei eine schwierige Zeit, dennoch gebe es Grund zur "Hoffnung", sagte Pizzaballa. Trotz der "Schwäche der Politik, den enormen wirtschaftlichen Problemen, Arbeitslosigkeit" sehe er "jede Menge Engagement für die Zukunft". Anschließend feierte der Erzbischof in der direkt an die Geburtskirche angrenzenden Katharinenkirche zusammen mit mehren hundert Gläubigen die Mitternachtsmesse.

"Zu Weihnachten schaut die ganze Welt auf uns, schaut auf Bethlehem", sagte Pizzaballa dabei. An der Messe nahm auch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas teil. Hunderte weitere Menschen verfolgen die Messe auf Leinwänden außerhalb der Kirche.

Weihnachtspredigten der Kirchen -
Mehr Nächstenliebe und Umweltschutz
 

Gott war nicht zuerst Deutscher oder Chinese, sondern "einfach Mensch", sagt Bischof Bedford-Strohm in seiner Weihnachtspredigt. Auch die Umwelt ist den Kirchen wichtig.

Videolänge:
2 min
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