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Weihnachtsbotschaft des Papstes - "Gott liebt auch den Schlimmsten"

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Erinnerung an die Weihnachtsbotschaft: Papst Franziskus hat in der Christmette zu selbstloser Menschlichkeit aufgerufen: "Gott liebt jeden Menschen, auch den Schlimmsten".

Papst Franziskus bei der Christmette im Petersdom.
Papst Franziskus bei der Christmette im Petersdom.
Quelle: Alessandra Tarantino/AP/dpa

Papst Franziskus hat an Heiligabend zu Vertrauen auf die Liebe Gottes aufgerufen. Gott liebe ohne Vorleistung jeden Menschen, sagte das Kirchenoberhaupt in der Christmette im Petersdom. Jesus habe die Geschichte verändert, indem er sein Leben zur Gabe gemacht habe. "Warten auch wir nicht darauf, dass der Nächste rechtschaffen wird, um ihm Gutes zu tun, dass die Kirche vollkommen ist, um sie zu lieben", sagte der Papst.

"Jesus hat die Geschichte verändert"

Wie oft denken wir, dass Gott gut ist, wenn wir gut sind, und dass er uns straft, wenn wir böse sind. So ist es nicht. In unseren Sünden fährt er fort, uns zu lieben. Seine Liebe ändert sich nicht, sie ist nicht nachtragend; sie ist treu, sie ist geduldig
Papst Franziskus

Jesus habe die Geschichte verändert, indem er sein Leben zur Gabe gemacht habe. "Warten auch wir nicht darauf, dass der Nächste rechtschaffen wird, um ihm Gutes zu tun, dass die Kirche vollkommen ist, um sie zu lieben", sagte der Papst. An dem Gottesdienst im Petersdom nahmen katholische Gläubige aus aller Welt und Mitglieder des Diplomatischen Korps teil. Gemeinsam mit Franziskus zelebrierten Kardinäle und Bischöfe der römischen Kurie. Es ist das siebte Weihnachtsfest des 83-Jährigen als Kirchenoberhaupt.

Franziskus sagte, Gott liebe den Menschen "im Guten wie im Schlechten, in der Gesundheit und der Krankheit, in Glück oder Traurigkeit". Während auf Erden alles der "Logik des Gebens um des Habens willen" zu folgen scheine, komme Gott ohne jede Gegenleistung zu den Menschen. "Wie oft denken wir, dass Gott gut ist, wenn wir gut sind, und dass er uns straft, wenn wir böse sind. So ist es nicht. In unseren Sünden fährt er fort, uns zu lieben. Seine Liebe ändert sich nicht, sie ist nicht nachtragend; sie ist treu, sie ist geduldig", sagte der Papst.

"Beste Weise, um die Welt zu verändern"

Mit Weihnachten habe das sanfte Licht Gottes "die Finsternis der menschlichen Überheblichkeit überwunden". Wer die Liebe Gottes in Jesus annehme, gebe dem Leben Sinn. "Es ist die beste Weise, um die Welt zu verändern: Wir verändern uns, die Kirche verändert sich, die Geschichte verändert sich, wenn wir anfangen, nicht die anderen verändern zu wollen, sondern uns selbst, indem wir aus unserem Leben eine Gabe machen", sagte Franziskus.

Tausende Gläubige, die im Petersdom keinen Platz fanden, feierten die winterklare Heilige Nacht vor der Basilika mit und verfolgten den Gottesdienst auf Großbildschirmen. Rund um den Vatikan herrschten hohe Sicherheitsvorkehrungen; ein großes Polizeiaufgebot sicherte die umliegenden Straßen.

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