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Weinstein-Ehefrau Chapman - Vorwürfe "unfassbar schmerzhaft"

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Die Noch-Ehefrau von Harvey Weinstein äußert sich erstmals zu den Vorwürfen gegen den Hollywood-Mogul. Sie habe davon nichts gewusst, sagt Georgina Chapman.

Harvey Weinstein und seine Ehefrau Georgina Chapman. Archivbild
Harvey Weinstein und seine Ehefrau Georgina Chapman. Archivbild
Quelle: Ian Langsdon/EPA/dpa

Nach den Missbrauchsvorwürfen gegen den früheren Hollywood-Mogul Harvey Weinstein hat seine Noch-Ehefrau Georgina Chapman erklärt, nichts davon geahnt zu haben. "Absolut nicht. Niemals", sagte sie in ihrem ersten Interview nach den Enthüllungen dem US-Magazin "Vogue".

"Das macht es so unfassbar schmerzhaft: Ich glaubte, eine glückliche Ehe zu führen. Ich liebte mein Leben." Seit vergangenen Oktober werfen Dutzende Frauen Weinstein vor, sie belästigt, misshandelt oder vergewaltigt zu haben.

Die Enthüllungen legten den Grundstein für die weltweite #MeToo-Debatte über sexuelle Übergriffe. Der ehemalige Filmproduzent räumte zwar Fehlverhalten ein, wies Vorwürfe von nicht-einvernehmlichem Sex aber wiederholt zurück. Chapman reagierte damals auf die ersten Berichte, trennte sich und kündigte die Scheidung an. "Ich wusste, dass ich weg und die Kinder hier rausbringen muss", sagte sie dem Magazin "Vogue".

"Ich bin eine Frau in einer beschissenen Situation"

Sie habe damals mehrere Kilo abgenommen und sich lange nicht vor die Tür getraut. "Ich will nicht als Opfer gesehen werden, denn das bin ich nicht. Ich bin eine Frau in einer beschissenen Situation, aber damit bin ich nicht alleine." Chapman und Weinstein sind seit 2007 verheiratet und haben zwei Kinder im Alter von fünf und sieben Jahren. "Was werden die Leute zu ihnen sagen? Sie lieben ihren Vater", sagte die 42-Jährige und brach dabei der Reporterin zufolge in Tränen aus. Heute erlebe sie Momente der Wut, der Konfusion und der Fassungslosigkeit.

Die Britin führt zusammen mit einer Freundin das Modelabel "Marchesa". Nach dem Weinstein-Skandal gab es Boykott-Aufrufe, viele Prominente wollten nicht mehr mit dem Namen des früheren Hollywood-Moguls in Verbindung gebracht werden. Bei der Met-Gala in New York am Wochenende trug Schauspielerin Scarlett Johansson dann erstmals wieder ein Kleid der Marke.

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