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Weißes Haus - Neuer Kommunikationschef von Trump löscht alte Tweets

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Anthony Scaramucci ist der neue Kommunikationsdirektor im Weißen Haus. Zum Einstand hat er erstmal einige seiner früheren Tweets gelöscht, die den Ansichten von US-Präsident Trump zuwider liefen. Er stehe im Dienst der Agenda des Präsidenten und das sei "alles, auf das es ankommt".

US-Präsident Trump demontiert öffentlich seinen Justizminister Jeff Sessions. Grund dafür ist das Verhalten des Ministers in der Russland-Affäre.

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"Volle Transparenz: Ich lösche alte Tweets. Frühere Ansichten haben sich weiterentwickelt und sollten keine Ablenkung darstellen", schrieb der 53-jährige multimillionenschwere New Yorker Anthony Scaramucci am Samstag in dem Kurzbotschaftendienst.

Ich diene der Agenda von #POTUS ("President of the United States") und das ist alles, auf das es ankommt", schrieb er weiter. Am Freitag war Scaramucci von US-Präsident Donald Trump zum Chef des Kommunikationsbüros ernannt worden. Der Posten war seit Mai vakant. Zuvor hatte ihn Michael Dubke inne.

Aus Protest gegen die Ernennung Scaramuccis trat Trumps bisheriger Pressesprecher Sean Spicer zurück. Seine Nachfolgerin wird Sarah Huckabee Sanders.

Früher unterstützte Scaramucci Hillary Clinton

Zu den gelöschten Tweets zählen Aussagen zu den Themen illegale Einwanderung, Klimawandel, Islam und Waffenbesitz, bei denen Scaramucci andere Ansichten als Trump vertrat. In einem Kommentar aus dem Jahr 2012 vertrat Scaramucci Standpunkte, die zu den Kernthemen der Demokraten zählen. In dem Tweet beschrieb er sich als Befürworter der Homo-Ehe und des Rechts auf Abtreibung sowie als Gegner der Todesstrafe.

Laut Medienberichten waren unter den gelöschten Tweets auch einer, in dem er Unterstützung für Hillary Clinton ausdrückte, die einstige demokratische Rivalin von Trump im Kampf um das Präsidentenamt 2016. In einem anderen kritisierte er den von Trump geplanten Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko.

Scaramucci: habe "ein dickes Fell"

Scaramucci ist ein wohlhabender ehemaliger Finanzier. Er war früher für das Investmenthaus Goldman Sachs tätig, dem zahlreiche führende Figuren in Trumps Administration entstammen, etwa Wirtschaftsberater Gary Cohn und Finanzminister Steven Mnuchin.

Am Samstag twitterte er, die Zeiten der "Hab-dich-erwischt"-Politik seien vorbei. Er habe "ein dickes Fell" und nun gehe es darum, mit "Trumps Agenda im Dienste des amerikanischen Volkes" weiterzumachen.

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