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Zölle ab 23. August in Kraft - USA kündigen neue Strafzölle für China an

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Die USA haben für den 23. August neue Strafzölle auf China-Importe angekündigt. Die Zölle in Höhe von 25 Prozent sollen für Güter im Wert von 13,8 Milliarden Euro erhoben werden.

Archiv: Blick auf das Container-Terminal im Hafen von Qingdao (China)
Blick auf das Container-Terminal im Hafen von Qingdao.
Quelle: dpa

Weltweit hat der eskalierende Konflikt zwischen Washington und Peking die Angst vor einem globalen Konjunktureinbruch geschürt. Ziel der Strafzölle in Höhe von 16 Milliarden Dollar ist es nach Angaben des US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer, auf die "unfairen Handelspraktiken Chinas" zu antworten. Betroffen sind vor allem Industrieprodukte wie Dampfturbinen und Eisenträger.

Die Ankündigung vom Dienstag kam nicht überraschend. Im April hatte die Regierung von US-Präsident Donald Trump Pläne für Zölle auf 1.333 chinesische Produktlinien im Wert von 50 Milliarden Dollar pro Jahr bekanntgegeben. Nach Rückmeldung von Akteuren der US-Industrie strich sie im Juni 515 Güter aus der Liste und fügte 284 hinzu.

Am 6. Juli erhoben die USA Zölle von 25 Prozent auf 818 Güter im Wert von 34 Milliarden, die in der April-Liste verblieben waren. Zwischenzeitlich bat die Regierung in den USA um weitere Rückmeldung zu ihrem Vorgehen. Nun gab sie die Entscheidung bekannt, mit Zöllen auf 279 von 284 der im Juni hinzugefügten Güter weiterzumachen. Peking hat auf die Sonderzölle mit Vergeltungsmaßnahmen in gleichem Umfang reagiert.

China hat Angebot gemacht

Der Handelskonflikt dürfte weiter eskalieren: Die US-Regierung bereitet bereits eine Ausweitung auf Zölle von bis zu 25 Prozent auf chinesische Waren im Wert von zusätzlich 200 Milliarden Dollar vor. Zudem drohte Trump mit Zöllen auf praktisch alle Produkte, die die Volksrepublik in die USA verkauft. Chinesische Importe von Gütern und Dienstleistungen machten dort 2017 fast 524 Milliarden Dollar aus.

Washington wirft China vor, geistiges Eigentum von US-Unternehmen etwa über Cyber-Diebstahl zu rauben oder Druck auf sie auszuüben, es mit chinesischen Wettbewerbern zu teilen, um Zugang zum Markt der Volksrepublik zu bekommen. Die chinesische Führung hat angeboten, den politisch brisanten Handelsüberschuss mit den Vereinigten Staaten durch höhere Einkäufe amerikanischer Waren zu verkleinern. Ihren Plan für eine technologische Entwicklung des Landes will sie jedoch nicht aufgeben.

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