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Im Falle eines US-Angriffs - Revolutionsgarden drohen mit massiver Vergeltung

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Die USA verstärken ihre Truppen am Golf. Es gehe um Defensive, betont der US-Verteidigungsminister. Trotzdem droht der Iran für den Fall eines Angriffs mit massiver Vergeltung.

Als Reaktion auf die Angriffe auf zwei saudi-arabische Ölanlagen schicken die USA zusätzliche Streitkräfte in die Golfregion. Verteidigungsminister Mark Esper betonte, dieser Schritt sei reine Schutzmaßnahme.

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Der Chef der iranischen Revolutionsgarden hat die USA vor einem Angriff auf sein Land gewarnt: "Wer auch immer möchte, dass sein Land zum Hauptschlachtfeld wird, nur zu", sagte Hossein Salami. Auch eine "begrenzte Option" für einen Angriff gebe es nicht, da sein Land reagieren und nicht eher ruhen werde, bis der "Aggressor" zusammenbreche, sagte Salami in Teheran.

Zuvor hatte Pentagonchef Mark Esper erklärt, die USA würden ihre Streitkräfte in der Region auf Bitten Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate verstärken, um weitere Eskalationen in der Region zu verhindern. US-Generalstabschef Joe Dunford sprach von einer "moderaten" Verstärkung, bei der es nicht um tausende Soldaten gehe. Eine genaue Zahl nannte er aber nicht. Er betonte außerdem, die Einheiten seien "defensiver Natur und vorrangig auf die Luft- und Raketenabwehr konzentriert."

USA sehen Teheran hinter Angriffen auf Ölanlagen

Am vergangenen Samstag waren die Ölanlagen in Churais und Abkaik in Saudi-Arabien angegriffen worden, woraufhin die Ölproduktion einbrach und der Ölpreis anstieg. Zu den Luftangriffen bekannten sich die schiitischen Huthi-Rebellen aus dem Jemen; die USA machen jedoch Teheran verantwortlich. Der Iran unterstützt die Huthis in ihrem Kampf gegen eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition im Jemen. Eine Beteiligung an den Luftangriffen in Saudi-Arabien weist Teheran aber zurück.

Seit dem einseitigen Rückzug Washingtons aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran im Mai 2018 haben sich die Spannungen zwischen den USA und dem Iran massiv verschärft. Die Luftangriffe belasten zusätzlich die angespannten Beziehungen. Neben der Entsendung weiterer Soldaten verkündete Washington am Freitag auch neue Sanktionen gegen die iranische Zentralbank. Nach Angaben von US-Finanzminister Steven Mnuchin sollen dadurch Geldflüsse in Milliardenhöhe an "terroristische" Gruppierungen unterbunden werden. Dabei handele es sich um die Al-Kuds-Brigaden - die im Ausland aktive Elitetruppe der iranischen Revolutionsgarden - sowie die libanesische Hisbollah-Miliz. Diese Gruppierungen "destabilisieren die Region", sagte Mnuchin.

Karte: Jemen, Iran und Saudi Arabien mit Ölfeldern in Abkaik und Churais
Jemen, Iran und Saudi Arabien mit Ölfeldern in Abkaik und Churais
Quelle: ZDF

Der Chef der Revolutionsgarden, Salami, sprach bei der Einweihung einer neuen Ausstellung in Teherans Museum der Islamischen Revolution und Heiligen Verteidigung. Die Schau zeigt unter anderem eine US-Aufklärungsdrohne, die der Iran nach eigenen Angaben im Juni über der südiranischen Küstenprovinz Hormusgan abgeschossen hatte. Die US-Streitkräfte bestätigten den Abschuss, erklärten jedoch, die Drohne habe sich in internationalem Luftraum befunden.

Trump: Ich kann innerhalb einer Minute einen Militärschlag anordnen

Seit dem Vorfall im Juni wächst international die Sorge vor einer militärischen Konfrontation zwischen Washington und Teheran. Die Signale aus Washington sind jedoch widersprüchlich. Auch nach den Luftangriffen in Saudi-Arabien warnte Trump zunächst. Er könne jederzeit "innerhalb von einer Minute" einen Militärschlag beispielsweise gegen 15 wichtige Ziele im Iran anordnen, sagte Trump im Weißen Haus. Er wolle das aber möglichst vermeiden. An die Adresse von Kritikern, die ihm Schwäche vorwerfen, sagte Trump: "Meiner Meinung nach zeigt das Stärke."

Überraschend verkündeten derweil die Huthi-Rebellen einen Stopp aller Angriffe auf Saudi-Arabien. Mit dieser Initiative solle der Versuch gestartet werden, den seit fünf Jahren andauernden Kämpfen im Jemen ein Ende zu bereiten, sagte der Präsident des obersten politischen Rats der Rebellen, Mehdi Maschat, am Freitagabend. Er hoffe, dass auf "diese Geste als Antwort eine noch größere Geste" Saudi-Arabiens folge. Er hoffe auf "Frieden durch ernsthafte Verhandlungen mit dem Ziel, eine nationale Versöhnung zu erreichen".

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