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Milliarden für Entwicklungsländer - Weltbank verdoppelt Hilfen für Kampf gegen Klimawandel

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Zur Weltklimakonferenz drängt die Weltbank, auch den Kampf gegen die Folgen des Klimawandels in den Blick zu nehmen. Dafür verdoppelt die Bank die Hilfen für ärmere Länder.

Archiv: Zwei Jungen laufen über von der Dürre aufgebrochene Erde im Dorf Gakong im Norden von Kenia am 10.09.2009
Kampf gegen den Klimawandel: Von 2021 bis 2025 will die Weltbank insgesamt 200 Milliarden Dollar (177 Milliarden Euro) zur Verfügung stellen. (Archivbild)
Quelle: dpa

Die Weltbank will den Kampf gegen den Klimawandel mit doppelt so hohen Investitionen wie bisher unterstützen. Von 2021 bis 2025 sollen 200 Milliarden Dollar fließen (umgerechnet 177 Mrd. Euro), um vor allem den ärmsten Ländern der Welt zu helfen, wie die in Washington ansässige Entwicklungsbank am Sonntag (Ortszeit) mitteilte.

Das sei doppelt so viel wie in der laufenden fünfjährigen Finanzierungsperiode. Die Weltbank versah ihre Mitteilung mit dem Aufruf an die internationale Gemeinschaft, ebenfalls die Finanzmittel zu erhöhen. "Wenn wir nicht jetzt Emissionen reduzieren und eine Anpassung (an die Folgen des Klimawandels) vornehmen, werden bis 2030 hundert Millionen mehr Menschen in Armut leben", warnte John Roome, der bei der Weltbank für Klimafragen zuständig ist. In Afrika, Südasien und Lateinamerika werde es dann außerdem 133 Millionen Klimaflüchtlinge geben.

Weltbank: Klimawandel-Folgen in den Blick nehmen

Weltbank-Geschäftsführerin Kristalina Georgieva erklärte, angesichts des steigenden Meeresspiegels, drohender Überschwemmungen und Dürrephasen müssten nicht nur die "Ursachen" des Klimawandels bekämpft werden. "Wir müssen uns auch an die Folgen anpassen, die oft für die ärmsten Menschen der Welt am dramatischsten sind."

Rund 50 Milliarden Dollar aus dem Topf sind den Angaben zufolge für die Anpassung an die globale Erwärmung gedacht. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass sich bestimmte Auswirkungen des Klimawandels nicht mehr vermeiden lassen, sondern nun veränderte Praktiken gefragt sind. Dazu gehört der Bau von Häusern, die extremen Wetterbedingungen standhalten können, sowie die Suche nach neuen Süßwasserquellen im Lichte steigender Meeresspiegel, die bestehende Quellen verseuchen.

24. Weltklimakonferenz wird eröffnet

Begleitet von Warnungen vor einer massiven Erderhitzung wird heute in Polen offiziell der 24. UN-Klimagipfel eröffnet. Vertreter aus knapp 200 Staaten verhandeln in Kattowitz (Katowice) zwei Wochen lang darüber, wie die historischen Beschlüsse der Pariser Klimakonferenz von 2015 durch klare Regeln zur Umsetzung und Überprüfung ergänzt werden können.

In Paris war beschlossen worden, die Erderwärmung auf unter 2 Grad, möglichst sogar auf 1,5 Grad zu begrenzen. Die bisher weltweit zugesagten Maßnahmen zur Reduzierung klimaschädlicher Treibhausgase reichen dazu aber bei weitem nicht aus.

Im Kern geht es darum, möglichst bald und vollständig die Freisetzung von Treibhausgasen zu stoppen. Die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas, bei der Kohlendioxid frei wird, steht dabei im Mittelpunkt.

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