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Mit Freude und Feuerwerk - Ausgelassene Silvesterpartys weltweit

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Gigantische Partys von Sydney bis Berlin, von Paris bis Rio: Weltweit haben Millionen von Menschen auf Straßen und Plätzen in das Jahr 2020 hineingefeiert.

Überall auf der Welt haben die Menschen das neue Jahr eingeleitet. Auch in Berlin waren Hunderttausende bei der größten deutschen Silvesterparty am Brandenburger Tor.

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Trotz der großen Herausforderungen und Probleme, vor denen die Menschheit im neuen Jahrzehnt steht, haben weltweit Millionen von Menschen auf Straßen und Plätzen das Jahr 2020 begrüßt. Eine der größten Feiern fand in der deutschen Hauptstadt statt, wo Hunderttausende zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule das offizielle Feuerwerk bestaunten.

Klimawandel und Umweltvernichtung, kriegerische Konflikte und Massenproteste, Flüchtlingsnot und soziale Ungleichheit: All diese Themen wurden bei den Silvesterpartys zwar nicht unbedingt komplett verdrängt, sollten aber die Feierstimmung nicht trüben. "Die 20er Jahre können gute Jahre werden", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in ihrer Neujahrsansprache. Sie sagte unter anderem zu, all ihre Kraft für den Kampf gegen die Erderwärmung einzusetzen.

Bei der größten deutschen Silvesterparty auf der knapp zwei Kilometer langen Berliner Festmeile ging es laut Polizei überwiegend friedlich zu. Zu den Höhepunkten der Show auf der Bühne vor dem Brandenburger Tor gehörten die Auftritte der Bands The Rasmus, Gipsy Kings und Mando Diao.

Böllerverbote in Berlin und München weitgehend beachtet worden

An der Berliner Festmeile waren noch vor Mitternacht alle Zugänge geschlossen worden, weil die Zone nach Angaben der Polizei "voll" war. Auf dem Festgelände waren keine Feuerwerkskörper und Böller erlaubt, ebenso am nördlichen Alexanderplatz. Diese Verbote seien weitgehend beachtet worden, sagte ein Polizeisprecher.

Auch in der Münchner Altstadt wurde die neue Verbotszone für Silvesterfeuerwerk gleich im ersten Jahr von den meisten akzeptiert. Es sei nur vereinzelt Pyrotechnik gezündet worden, teilte die Polizei mit. "Einzelne dieser Fälle wurden von der Polizei mit Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen geahndet." Rund 20.000 Menschen waren den Angaben zufolge in der Nacht auf dem Marienplatz und in den angrenzenden Fußgängerzonen unterwegs.

Vereinzelt kam es in der Hauptstadt den Polizei-Angaben zufolge zu Fällen sexueller Belästigung. Bis zum frühen Morgen registrierte die Polizei vier solcher Fälle, drei davon auf der Partymeile. Die Belästigungen seien jedoch von Einzeltätern und nicht Gruppen wie in der Silvesternacht 2015/16 in Köln ausgegangen. Die Täter wurden nach Angaben des Polizeisprechers festgenommen.

Polizist in Leipzig angegriffen und schwer verletzt

In Leipzig wurde ein Polizist bei Ausschreitungen in der Silvesternacht schwer verletzt. Der 38-Jährige habe im Krankenhaus notoperiert werden müssen, nachdem er von Gewalttätern angegriffen worden sei und das Bewusstsein verloren habe, teilte die Polizei am Mittwochmorgen mit. Bei dem Einsatz im linksalternativen Viertel Connewitz seien die Beamten massiv mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern beschossen worden. Eine auf Linksextremismus spezialisierte Sonderkommission ermittle wegen versuchten Totschlags.

Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) sprach am Mittwoch von "bewussten und gezielten Angriffen auf Menschenleben". Es seien "schwere Straftaten" begangen worden, die mit aller Härte des Rechtsstaates verfolgt würden. "Dieses menschenverachtende Vorgehen grenzt an versuchten Totschlag", erklärte er.

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Berliner Feuerwehr hat arbeitsintensive Nacht

Die Berliner Feuerwehr war in der Silvesternacht 1.523 Mal im Einsatz - das war deutlich häufiger als im Jahr zuvor mit 1.385 Einsätzen. Laut Feuerwehr gab es 24 Übergriffe auf Einsatzkräfte, etwa halb so viele wie vor einem Jahr. Auch in anderen Teilen Deutschlands war die Feuerwehr sehr beschäftigt. In Krefeld brannte das Affenhaus des Zoos nieder.

In Europa fand eine der größten Silvesterpartys in Paris statt. Die seit Wochen andauernden Streiks im Verkehrssystem gegen die Rentenreformpläne von Staatschef Emmanuel Macron hinderten zehntausende Menschen nicht daran, auf der Prachtstraße Champs-Elysées zusammenzuströmen. Macron kündigte unterdessen in seiner Neujahrsansprache an, an seinen Reformplänen festzuhalten.

Big Ben läutet in London Jahr des Brexit ein

In London verfolgten tausende Partygänger an der Themse das Feuerwerk. Zu Mitternacht erklangen zwölf Mal die Glocken von Big Ben, des berühmten Uhrturms am Parlamentssitz. Dies war ein besonderer Klang - denn wegen Restaurierungsarbeiten war Big Ben über den größten Teil des abgelaufenen Jahres stumm geblieben. Big Ben läutete für Großbritannien ein Jahr ein, in dem es aller Voraussicht nach die EU verlassen wird.

In der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro begrüßten Hunderttausende Menschen das neue Jahr. Einheimische und Touristen verfolgten am Stadtstrand Copacabana das Feuerwerk über dem Atlantik. Bei der 14-minütigen Show wurden von zehn Flößen aus 16,9 Tonnen Feuerwerk in den Nachthimmel geschossen. In anderen Teilen der Welt mussten sich die Menschen noch etwas mehr gedulden: Erst um 11 Uhr waren die Einwohner von Honolulu in Hawaii an der Reihe.

Eine der ersten Millionenmetropolen, in denen das neue Jahrzehnt begann, war Sydney. Dort gab es wie üblich ein gigantisches Feuerwerk am Hafen - ungeachtet der verheerenden Buschbrände, die Australien seit Wochen heimsuchen. Mehr als 280.000 Menschen hatten vergeblich in einer Petition gefordert, die umgerechnet vier Millionen Euro für die Veranstaltung lieber zur Unterstützung der freiwilligen Feuerwehren und betroffenen Landwirte zu spenden.

Gewalttätige Proteste in Hongkong

Zu gewalttätigen Konfrontationen kam es erneut in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong, die seit einem halben Jahr von Protesten gegen die dortige Peking-treue Regierung erschüttert wird. Die Polizei ging in der Silvesternacht mit Tränengas und Wasserwerfern gegen Demonstranten vor.

In der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang versammelten sich zahlreiche Menschen zu einem Konzert, Tanzdarbietungen und einem Feuerwerk. Machthaber Kim Jong Un verkündete unterdessen, dass sich sein Land nicht mehr an das 2018 verkündete Moratorium für Atomversuche und Tests von Interkontinentalraketen halten werde.

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